Wie das in der Praxis mit dem Melkroboter funktioniert, lernten die Betriebshelfer. Foto: FKN

Betriebshelfer auch am Melkroboter fit

Peiting - Immer mehr Melkroboter kommen zum Einsatz. Regelmäßige Schulungen sind deshalb für die sozialen Betriebshelfer des Maschinenrings unumgänglich.

Die Strukturen in der Milcherzeugung ändern sich und die durchschnittlichen Kuhzahlen sowie die Menge der erzeugten Milch je Betrieb steigt. Die Milchviehhaltung ist durch einen hohen Anteil an regelmäßig wiederkehrenden und zeitgebundenen Arbeiten gekennzeichnet. Dazu gehört unter anderem auch das Melken. Da die Zeit und das Personal immer knapper werdende Faktoren auf landwirtschaftlichen Betrieben darstellen, wird die Melkarbeit zunehmend von automatischen Melksystemen (AMS) erledigt. Bayernweit haben bereits knapp 20 Prozent aller Betriebe ein solches System in ihrem Unternehmen im Einsatz, rechnet erwin Schmid vom Maschinenring Oberland vor und bezieht sich dabei auf Zahlen aus dem Jahr 2013.

Der MR mit Sitz in Peiting habe genau dies zum Anlass genommen, um seine Betriebshelfer fit für solche Betriebe zu machen. Es wurde daher ein Seminar rund um das Melksystem organisiert. Zwei Firmen haben jeweils einen Tag ihr System vorgestellt. In einem halben Tag wurden die Helfer in einem Theorieteil geschult. Sie lernten vor allem, wie die verschiedenen Geräte funktionieren. So wurden beispielsweise tägliche Routinearbeiten wie das Reinigen des Lasers und des Multifunktionsarms besprochen. Aber auch das Auslesen der Daten jeder einzelnen Kuh bzw. der ganzen Herde, die Aufschlüsse über Tiergesundheit, Milchleistung, Trächtigkeit, Zwischenkalbezeit oder Alter geben, hat jede Firma anhand ihrer eigenen Software vorgestellt.

Am Nachmittag ging es dann an den praktischen Teil in Betriebe in Peiting und in Eberfing. Dort konnten sich die Helfer vor Ort mit den Betriebsleitern über deren Erfahrungen mit dem Melksystem austauschen. Anschließend wurde der Melkroboter von jedem einzelnen genau unter die Lupe genommen. Wie werden Zitzengummis gewechselt, Milchschläuche nachgeschnitten und weitere Routinearbeiten durchgeführt? All diese Dinge und noch mehr konnten die interessierten Teilnehmer selbst unter Anleitung ausprobieren. Die Betriebshelfer waren mit großer Begeisterung bei der Sache und stehen solchen Einsätzen positiv gegenüber.

Weitere Fortbildungen soll es in jedem Fall geben, allerdings wohl erst im Spätherbst oder Beginn des kommenden Winters, so Georg Saur. (re)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dramatische Wendung: Zweite Leiche gefunden - offenbar Ehedrama
Eine tote Frau ist am Donnerstag im Lech in Schongau gefunden worden. Nun gibt es eine dramatische Entwicklung. Eine weitere Leiche wurde entdeckt. Die Polizei hat einen …
Dramatische Wendung: Zweite Leiche gefunden - offenbar Ehedrama
Hundert Prozent für Kellermann
Im wichtigen Jahr vor der Kommunalwahl demonstriert die Schongauer CSU Geschlossenheit: Einstimmig haben die Mitglieder des Ortsvereins ihren Vorsitzenden Oliver …
Hundert Prozent für Kellermann
„Roche“ setzt weiter voll auf Penzberg
170 Millionen Euro hat der Biotech-Konzern „Roche“ 2018 in sein Penzberger Werk investiert. Und auch für die Zukunft hat sich der Schweizer Konzern einiges vorgenommen. 
„Roche“ setzt weiter voll auf Penzberg
Leberkaskrapfen: Nur „interessant“ oder wirklich „ein Traum“?
Er ist der letzte Schrei im Fasching: Der Leberkaskrapfen. In Miesbach erfunden, ist er nun auch in Schongau angekommen. Ein Selbstversuch.
Leberkaskrapfen: Nur „interessant“ oder wirklich „ein Traum“?

Kommentare