Nahezu voll besetzt war die Schongauer Eishalle beim Gastspiel der Original Egerländer Musikanten. foto: bse-pictures

Bezirksmusikfest Schongau: Perfekter Auftakt mit Egerländer Musikanten

Schongau - Mit einem Paukenschlag ging es für die Stadtkapelle Schongau in die Feierlichkeiten zum 52. Bezirksmusikfest und ihres 50-jährigen Jubiläums. Und was hätte da besser gepasst, als das beste und erfolgreichste Blasorchester der Welt zum Auftakt zu engagieren?

„Musik muss swingen!“ war ein Leitsatz von Ernst Mosch. Und wie perfekt sein Nachfolger Ernst Hutter mit seinen Original Egerländer Musikanten diesen umsetzt, davon konnten sich alle Gäste beim Konzert in der Schongauer Eishalle überzeugen. Traditionell mit Walzer und Polka, oder auch Big Band-Klänge: Die Egerländer sind erstaunlich breit aufgestellt, und dass in der 20-köpfigen Combo ausschließlich Profis an den Instrumenten sitzen, versteht sich von selbst.

Sorgt der Gesang von Nick Loris und Katharina Praher für kurze Entspannungsmomente, so geht das gesamte Publikum voll mit, wenn Posaunen, Trompeten, Klarinetten, Bariton und vor allem Vollblut-Schlagzeuger Holger Müller aufdrehen. Ob ein Solisten-Feuerwerk durch alle Register, ein Medley der bekanntesten Lieder der Egerländer, oder neuere Kompositionen: Musikalisch war dieser Abend ein Hochgenuss. Ernst Hutter versteht es, Tradition und Moderne zu verbinden.

Moderator Edi Graf komplettierte das unterhaltsame Gesamtbild mit seinen lockeren Ansagen, die die Distanz zwischen Publikum und Kapelle nahezu aufhoben. So erfuhren die Gäste unter anderem, dass Egerländer-Posaunist Gerd Fink jahrelang mit Schongaus Stadtkapellmeister Marcus Graf in seiner Big Band zusammen gespielt hat. Die „Liebe zur Musik“, wie die Tour der Egerländer Musikanten heißt, haben diese jedenfalls nicht nur verinnerlicht, sie geben sie auch weiter.

cho

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