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So klingen 36 Musikkapellen und vier Trommlerzüge

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Der Musikergruß beim Massenchor: Ein Erlebnis für alle Sinne. © ale

Reichling kann auf ein gelungenes Festwochenende mit einem starken Gesamtchor und buntem Festzug bei traumhaftem Spätsommerwetter in der musikalischen Grenzregion zwischen Schwaben und Oberbayern im Lechrain zurückblicken. Das waren die Höhepunkte des Wochenendes:

Reichling Das Wetter hätte nicht schöner sein können und das Motto nicht passender: In einem langen Zug zogen Fahnenabordnungen von Landjugend und Musikverein mit zahlreichen Gläubigen hinauf auf den Höhenberg, um den Festsonntag mit einer Messe zu beginnen. „Musik vereint“: auf dieses Motto nahm Pfarrer Michael Vogg in seiner Predigt Bezug.

Es sei schön zu sehen, wie Musik hier viele Kapellen vereine – „jetzt vereinen wir uns als Christen. Unser Glaube vereint die ganze Welt, alle Sprachen und Nationen. Menschen auf dem ganzen Erdkreis feiern Sonntagsmesse – uns vereint der Glaube.“ Gestaltet wurde die Messe von Landjugend und Musikverein. Ein war ein prächtiges Bild, als sich der Zug formierte und gen Süden zum Festzelt zog.

Der Gemeinschaftschor war der nächste Höhepunkt. Auf dem Sportplatz formierten sich die Musiker von 36 Musikkapellen und vier Trommlerzügen. Bernhard Weinberger, Bezirksleiter MON meinte: „Da geht einem das Herz auf, neben den 20 Kapellen des Bezirks Lech-Ammersee sind auch Kapellen der MON-Bezirke Oberland, Amper und Mittelbayern sowie der ASM-Bezirk drei und fünf vertreten.“ Die weiteste Anreise hatten zwei Kapellen des Nordbayerischen Musikbundes aus Hendungen und Zell. Für den internationalen Flair sorgen neben Unterfranken die Kapellen aus Aldein in Südtirol und Greis im Sellrain in Tirol.

Weinberger begrüßte die Musikern im Lechrain, „der musikalischen Grenzregion zwischen Schwaben und Oberbayern“. Er übermittelte Glückwünsche zum 100-jährigen Jubiläum und dankte für die Ausrichtung des 48. Bezirksmusikfestes Lech-Ammersee, sowie der Landjugend, die ihr 70-jähriges Bestehen mit dem 49. Bezirkslandjugendtag beging.

Grußworte gab es auch aus den Reihen der zahlreichen Ehrengäste sowie Dankesworte von Kathrin Bleicher, Vorsitzende des Musikvereins. Sie lobte die gute Zusammenarbeit mit der Landjugend, die „Zweckehe auf Zeit“ bleibe Freundschaft.

Der Gesamtchor wurde von Bezirksdirigenten Andreas Grandl, Dirigent Lars Scharding, Dirigent Gerhard Böck und Dirigent Franz Haidu dirigiert. Lautstark erklangen die Festmusik, der König Ludwig-Marsch, „In Harmonie vereint“, die „Bayernhymne“ und das „Deutschlandlied“ über den Fußballplatz.

Im Anschluss formierte sich ein farbenprächtiger Zug mit 93 Gruppierungen, der durch den Ort zog. Landjugenden und Musikvereine sowie zahlreiche Festwagen, gezogen von Oldtimerbulldogs und starken Pferden. Mit dabei auch ein imposantes Sieben-Personen-Fahrrad, und eine dekorierte Ape. Abwechslungsreich und rundum gelungen.

Gisela Klöck

Eine Fotostrecke vom Festwochenende finden Sie hier.

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