Birkland tendiert zu Lechrain

Birkland - Was passiert im Rahmen der pastoralen Raumplanung mit der Pfarrei St. Anna in Birkland? Die Birkländer möchten zum Lechrain.

Nach den Vorstellungen der Diözese Augsburg soll die Pfarrgemeinde an Peißenberg angegliedert werden. Doch das gefällt den Birkländern gar nicht. Sie tendieren lieber in die andere Richtung - zum Lechrain.

„Zu Peißenberg haben wir überhaupt keinen Bezug“, gibt Irene Berchtold die Meinung des Birkländer Pfarrgemeinderates wieder. Dies wurde bei den bisherigen Gesprächen immer wieder zum Ausdruck gebracht. Da nach Peiting wegen der Bistumsgrenze (Peiting gehört zu München-Freising, Birkland zu Augsburg) kein Weg führt, bleibt den Birkländern nichts anderes übrig, als nach Schongau oder in den Lechrain Ausschau zu halten.

Von diesen Bestrebungen weiß auch Dekan Bernhard Schönmetzler (Pfarrer in Wielenbach). Er ist für das Dekanat Weilheim, zu dem Birkland gehört, zuständig. Schönmetzler ist bekannt, dass die Birkländer ihre Fühler bereits in den Lechrain ausgestreckt haben.

„Ja, wir sind mit den Birkländern und den Wessobrunnern bereits zusammengesessen und haben über dieses Thema debattiert“, bestätigt Pfarrer Michael Vogg aus Reichling, der in der Pfarreiengemeinschaft Lechrain als Seelsorger zuständig ist. Ein Anschluss Birklands würde seiner Meinung nach sogar Sinn machen, „denn bis ins 19. Jahrhundert sind die Birkländer auf dem Friedhof in Apfeldorf beerdigt worden“, berichtet Vogg. Es seien also durchaus Verbindungen vorhanden.

Allerdings gibt es laut Vogg auch Überlegungen, die Pfarreiengemeinschaft Lechrain (Reichling, Apfeldorf, Epfach, Kinsau, Ludenhausen, Rott) mit der Pfarreiengemeinschaft Vilgertshofen (Stadl, Issing und Thaining) zusammenzulegen. Dann wäre wohl kaum noch Platz für Birkland.

„Es gibt gute Gründe, die für Birkland sprechen, aber auch gute Gegengründe“, fasst Pfarrer Vogg die bisherigen Gesprächsergebnisse zusammen, fügt aber hinzu: „Ich möchte das nicht entscheiden müssen“.

Das Für und Wider muss jetzt der Augsburger Bischof bzw. das für die pastorale Raumplanung 2025 zuständige Gremium abwägen. „Es wird einen Rieseneinschnitt geben“, steht für Pfarrer Vogg jetzt schon fest.

Fest steht auch: St. Anna in Birkland ist eine recht rührige Pfarrei. Als Pfarrer ist Pater Joyce aus Indien zuständig, der sonntags abwechselnd um 9 und 10.30 Uhr in Birkland Gottesdienste hält (abwechselnd mit Wessobrunn). Außerdem gibt es in Birkland dienstags eine Abendmesse sowie freitags eine Frühmesse.

Die Zahl der Kirchgänger ist in Birkland recht erfreulich. „Auch viele Jugendliche und Kinder gehen bei uns zum Gottesdienst“, kann Irene Berchtold bestätigen.

Michael Gretschmann

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