Die Bläserklasse der Grundschule Schongau zusammen mit Marcus Graf und Rektorin Ulla Heitmeier. Foto: fra

Bläserklasse der Grundschule Schongau trifft den richtigen Ton

Schongau - Einmal wöchentlich nehmen die 30 Drittklässler ihre Querflöten, Klarinetten, Posaunen, Trompeten und Saxophone in die Hand, bauen ihre Notenständer auf und schon geht es los: Mit kleinen Spielereien zum warm werden bereitet Dirigent Marcus Graf die Grundschüler auf neue Übungen vor.

„Die Besetzung ist genau wie in einem richtigen Orchester“, schwärmt er von der Bläserklasse an der Schongauer Grundschule.

Zum Schuljahres-Start vergangenen Spätsommer wurde dieses Pilotprojekt in enger Zusammenarbeit zwischen der Musikschule Pfaffenwinkel und dem Grundschul-Kollegium ins Leben gerufen. „Das Interesse daran war von Anfang an sehr groß“, kann sich Grundschul-Rektorin Ursula Heitmeier zurückerinnern.

Und auch jetzt sind alle Beteiligten begeistert. „30 Schüler haben sich vergangenen September angemeldet, keiner wollte bis jetzt wieder aussteigen“, bestätigt auch Marcus Graf. Grund könnte sein, dass sich die Schüler ihre Instrumente selbst aussuchen durften - je nach Gusto.

So hat sich beispielsweise der zehnjährige Philipp für die Posaune entschieden. „Die hat mich an die Melodie von dem Film ,Fluch der Karibik’ erinnert“, das hat die Posaune zu seinem Lieblingsinstrument gemacht. „Und irgendwann will ich das dann einmal nachspielen können“, wünscht sich der Drittklässler.

Mindestens genauso hochkarätige Wünsche äußert auch sein Klassenkamerad Sean (8). In der Bläserklasse zählt er zu den Klarinetten-Spielern, und mit der will er sogar einmal ein Mozart-Konzert spielen. „Weil die Klarinette so schöne Töne macht“, findet der Drittklässler.

Und auch bei den anderen Grundschülern der Bläserklasse war das das Hauptkriterium, nach dem sie ihr zukünftiges Instrument ausgewählt hatten: Während Fabio (8), Tamira (10) und Günther (10) sich genau wegen „der schönen Töne“ für die Trompete entschieden haben, kann Mitschülerin Annalena da nicht zustimmen: „Ich finde die Töne so tief, da gefällt mir meine Klarinette viel besser“, gibt die Neunjährige zu. „Da muss man aber zu viele Griffe beherrschen“, mischt sich der achtjährige Thomas mit ein. Deshalb hat er sich für die „tiefer klingende“ Trompete entschieden. Die finde er gut, weil sie nicht so viele Ventile hat.

Doch in einem sind sich die Grundschüler trotzdem einig: „Die Bläserklasse ist toll!“. Am besten finden die Drittklässler daran die Auftritte - und die hatten die damals sehr aufgeregten Nachwuchs-Musiker schon nach kurzer Zeit: „Zu Weihnachten und der Maibaumaufstellung“, erklärt Rektorin Heitmeier. Doch ihr erster großer Auftritt steht erst noch bevor: Am 11. und 12. Juli (18.30 Uhr) tritt die Bläserklasse mit dem Musical „Freude“ im Jakob-Pfeiffer-Haus auf.

franziska bär

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