Die Band Huckleberry Five bei ihrem Auftritt im Kulturzentrum in Schwabniederhofen. Foto: uf

Bluegrass vom Feinsten im Kulze in Schwabniederhofen

Schwabniederhofen - Bluegrass vom Feinsten präsentierte die Gruppe Huckleberry Five aus München zum zweiten Mal im Kulze. Und wie bereits beim ersten Besuch gab es Beifallsstürme aus dem Publikum.

Was eignet sich besser, um ein gepflegtes Bierchen nach Feierabend zu genießen, als entspannte Bluegrass-Rhythmen? Rund 60 Besucher nutzten die Chance im Kulze, als Bandgründer und Banjo-King Rüdiger Helbig und seine Mitstreiter auf der Bühne standen. Huckleberry Five steht für virtuose Banjo-, Gitarren-, Mandolinen- und Bassklänge in der Tradition der „Hillbillys“. Die vier Musiker begaben sich quasi an die Wurzeln des Bluegrass und präsentierten Songs aus ihrer neuesten CD „Blue Roots“ und dazu Klassiker, wie „In the Pines, where the sun never shines“, aber auch Eigenkompositionen und Adaptionen wie die beiden Prince-Hits „Purple Rain“ oder „Kiss“.

„Gut gelaunt genießen“, schien das Motto des Abends, das die bestens aufgelegten Musiker mit viel Humor und Spielfreude perfekt umsetzten. Rüdiger Helbig, auch bekannt als „renommiertester 5-String-Banjo-Spieler Europas“, gründete 1996 die Gruppe Huckleberry Five. Mit dabei sind an Bass und Gesang Willie Jones, der aus einer amerikanischen Musiker-Familie stammt und schon mit diversen Bluegrass-Formationen tourte, sowie Rico Waldmann, der an seiner Gitarre den Flat-Picking-Style perfektioniert und ebenfalls mit beachtlicher Singstimme glänzt. Der Vierte im Bunde ist Philipp Schöppe, dessen Leidenschaft seit langen Jahren dem Bluegrass gilt und der der Band mit exzellentem Mandoline-Spiel und Leadgesang zur Seite steht.

Das Repertoire von Huckleberry Five war weit gespannt. Und zu jedem Song gab es eine kleine Geschichte. Das Programm gipfelte in einem Gitarren-Banjo-Wettkampf zwischen Waldmann und Helbig, den beide Musiker mit bewundernswerter Fingerfertigkeit für sich entschieden.

Kein Wunder, dass die Zuhörer nicht mit Applaus geizten. Eine Premiere durften sie außerdem mit dem neuen „Klohäusle“ am Kulze erleben. Dort stehen den Gästen seit kurzem zwei stilvoll ausgestattete Toiletten zur Verfügung, die mit viel Eigeninitiative und dem Geld aus dem Kulturförderpreis des Landkreises im alten „Waaghaus“ eingerichtet wurden. Unbedingt anschauen!

uf

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