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So soll die Echelsbacher Brücke nach der Sanierung aussehen. Dieses Modell hat den ersten Platz beim europaweiten Planungswettbewerb belegt.

Boden soll untersucht werden

Echelsbacher Brücke: Nächste Woche wird gebohrt

Rottenbuch - Für die Teilerneuerung der Echelsbacher Brücke wird derzeit der technische Entwurf erstellt. Dafür sind genaue Kenntnisse über die Bodenverhältnisse im Bereich der Ammerschlucht wichtig. Die erforderlichen Bohrungen beginnen bereits in einer Woche.

„Die Tragfähigkeit des Bodens ist ausschlaggebend, um eine technisch und wirtschaftlich gute Gründung für die weiteren Planungsarbeiten zu finden“, erklärt der zuständige Abteilungsleiter Hermann Streicher vom Staatlichen Bauamt in Weilheim. Die B 23 sei durch die Baugrunderkundungsarbeiten nicht betroffen. Sämtliche Gerätschaften könnten über den Luftweg per Helikopter oder über entsprechende Seil- und Hebekonstruktionen unter der Brücke und auf dem angrenzenden Parkplatz zu den Bohrpunkten gebracht werden. Auf dem Parkplatz werde eine kleine Fläche für die Baustelleneinrichtung zur Verfügung gestellt und abgesperrt. Die Zu- und Ausfahrten für die Busse würden zu jedem Zeitpunkt aufrecht erhalten bleiben.

Den europaweit ausgeschriebenen Planungswettbewerb hat – wie berichtet – vor einem halben Jahr eine Planungsgemeinschaft gewonnen, nämlich die Berliner Architekten Kolb & Ripke, die gemeinsam mit dem Kemptener Büro Dr. Schütz Ingenieure und den Marzlinger Landschaftsplanern Narr-Rist-Türk jetzt dabei sind, den technischen Entwurf auszuarbeiten. „Das wird voraussichtlich bis Ende des Jahres bzw. Anfang 2016 dauern“, so die Einschätzung von Herman Streicher.

Geklärt werden müssen in diesem Zusammenhang aber auch Grundstücksfragen, anschließend kann das Planfeststellungsverfahren (unter der Regie der Regierung von Oberbayern) eingeleitet werden. Baugrundbohrungen sind auch für die zwei Pfeiler der Behelfsbrücke notwendig, die während der Teilerneuerung den Verkehr aufnehmen soll. Diese Behelfsbrücke wird etwas südlich der rund 86 Jahre alten Echelsbacher Brücke im Baukastensystem errichtet. Die einzelnen Trägerteile müssen zu einer kompletten Brücke zusammengeschraubt werden. „Es handelt es sich hierbei um eine Leihgabe vom Bund“, teilt Hermann Streicher mit. Sie komme immer dort zum Einsatz, wo sie gerade benötigt werde.

Wieviel die Sanierung der Echelsbacher Brücke insgesamt kostet, darüber lassen sich jetzt noch keine genauen Angaben machen. Das Staatliche Bauamt geht davon aus, dass die Kosten im unteren zweistelligen Millionenbereich liegen. Genau lässt sich dies noch nicht festlegen.

Michael Gretschmann

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