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In Böbing mehren sich die Flurschäden durch Wildschweine

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Deutliche Schäden haben die Wildschweine auf der Wiese von Landwirt Johann Endhard (rechts, mit Georg Pfeiffer) hinterlassen.  Fotos: Schubert
Deutliche Schäden haben die Wildschweine auf der Wiese von Landwirt Johann Endhard (rechts, mit Georg Pfeiffer) hinterlassen. Fotos: Schubert

Böbing - Groß ist wieder der Ärger bei den Böbinger Landwirten: Schon wieder haben Wildschweine ein Feld durchpflügt.

Groß ist wieder der Ärger bei den Böbinger Landwirten: Nachdem in den vergangenen zwei Monaten auf Böbinger Fluren fast keine Wildschweine mehr ihr Unwesen auf den Wiesen der Bauern getrieben hatten, ist die Ernüchterung bei Landwirt und Jagdvorstand Johann Erhard jetzt wieder sehr groß. Denn eine Rotte Schwarzkittel hat in seinem Feld in Kirnberg etwa einen Hektar Wiese umgepflügt - und das in den vergangenen zwei Jahren nun bereits zum zwölften Mal!

Mit seinen freiwilligen Helfern aus der Nachbarschaft hat Erharde mit Rächen und Gabel fast einen ganzen Tag lang die Schäden der Sauen wieder zugedeckt und ausgebessert. Um weitere Schäden in der Flur zu verhindern, aber auch die Wildschweinpoulation kurz zu halten, ist die Jägerschaft heute wie nie zuvor gefordert.

Eine erfolgreiche Beute auf Schwarzwild zu machen, kommt nicht von ungefähr. Ständiges Beobachten mit viel Zeitaufwand, Registrieren, Auswerten und strategisches Anpassen der jagdlichen Aktivitäten sind nötig für einen guten Abschuss.

Wildschweine haben es nicht leicht in unserer Gegend. Das liegt sicherlich an ihrer Vorliebe für Kartoffeln und Getreide. Eine Rotte Sauen im Maisfeld - und die werden durch Biogasanlagen immer mehr - ist sicherlich der Schrecken eines jeden Landwirts. Im Wald dagegen sind die Schwarzkittel willkommen, auch wenn sie so manchen Kulturzaun durchbrechen. Sie suchen im lockeren Waldboden nach Insektenlarven, Pilzen, Wurzelwerk, Bucheckern und Eicheln. Dabei wühlen sie den Boden auf, fördern die natürliche Ansamung der Bäume und vertilgen außerdem große Mengen schädlicher Insekten.

Um den Bestand der Schweine zu dezimieren, werden von den Jägern revier übergreifende Drückjagden mit Jagdhunden vorgenommen. Bei dieser Jagdmethode, bei der das Wild aus seinen Einständen mit Treibern und Hunden herausgedrückt werden soll, erhoffen sich die Jäger mehr Erfolg als bei einer Ansitzjagd.

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