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Am Nachbarhaus hatte der Kran mit Seil und Betonkübel das gesamte Vordach abgerissen. 

Schock für Böbinger Familie

Außer Kontrolle geratener Kran rasiert Dach ab

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Diesen Schock wird eine Böbinger Familie so schnell nicht vergessen: Am Dienstagnachmittag hat sich ein auf dem Nachbargrundstück ihres Hauses stehender Kran unkontrolliert gedreht, woraufhin sich das Seil samt Betonkübel am Dachüberstand verfing und diesen zerstörte. Verletzt wurde niemand.

Böbing – Fassungslos blickt Dieter Schönwälder auf das zerstörte Dach und den orangenen Betonkübel, der völlig deplatziert an der Hauswand baumelt. Der Schock, er steht dem Böbinger ins Gesicht geschrieben. „Ich war in der Arbeit, als es passiert ist. Meine Frau hat mich angerufen und gesagt, dass es fürchterlich gekracht hat“, sagt der Familienvater.

Neben ihm steht Böbings Bürgermeister Peter Erhard, der als Kommandant der Feuerwehr sofort herbeigeeilt war, als um 15 Uhr der Notruf einging. „Was wir wissen, ist, dass der Kran wohl wegen eines technischen Defekts außer Kontrolle geraten ist und sich laut Kranführer nicht mehr stoppen ließ“, berichtet Erhard. Er habe sich immer weiter gedreht, bis sich das Seil schließlich im Dachüberstand des Nachbarhauses verfangen habe und der Betonkübel daraufhin gegen die Hauswand gekracht sei. Mit entsprechenden Folgen für das Gebäude. Vom Dachüberstand ist nicht mehr viel zu sehen, ein Großteil der Bretter liegt zerstört am Boden. Doch es hätte schlimmer kommen können. „Zum Glück ist niemand verletzt worden“, sagt Schönwälder. Seine vier Kinder seien alle im Haus gewesen. Was passiert wäre, wenn sie bei dem schönen Wetter in der Einfahrt gespielt hätten: Der Vater will es sich gar nicht ausmalen. Der Schock, er sitzt auch so der Familie tief in den Knochen. „Mein kleiner Sohn war direkt daneben in seinem Kinderzimmer. Als es gekracht hat, ist er schreiend rausgelaufen“, erzählt Schönwälder.

Währenddessen haben die Bauarbeiter der benachbarten Baustelle, zu der der Unglückskran gehört, damit begonnen, den Betonkübel aus seiner misslichen Lage zu befreien. Mit einer mobilen Hebebühne und einem kleinen Autokran rücken sie dem orangenen Behälter zu Leibe. Zehn Minuten später ist er ohne weitere Zwischenfälle zurück am Boden.

Noch am gleichen Tag rücken Zimmerer an, um das offene Dach notdürftig zu schließen. „Wichtig ist, dass jetzt kein Wasser reinläuft und noch mehr kaputt macht“, erklärt Erhard. „Danach ist der Gutachter von der Versicherung an der Reihe.“ Schönwälder hofft, dass sich der Schaden schnell reparieren lässt. Immerhin: Baustellen sind die Familie gewöhnt. „Das Haus ist aus dem Jahr 1870, wir richten es derzeit her.“ Ausgerechnet das Dach hatte der Böbinger vor kurzem erst zur Hälfte saniert.

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