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Gut 100 Besucher kamen zur Bürgerversammlung in Böbing, um sich über die Vorhaben der Gemeinde zu informieren. Kritische Fragen dazu gab es keine.

Bürgerversammlung

Pro-Kopf-Guthaben in Böbing steigt weiter

Bauland, Kauf und Ausbau des Kindergartens St. Hedwig, Ausbau von Mobilfunk, Breitband sowie der Waldwege und der Staatsstraße WM 24: Über all das hat Böbings Bürgermeister Peter Erhard auf der Bürgerversammlung am Mittwochabend die gut 100 Besucher im Gasthof Haslacher informiert.

Böbing– Die besondere Information: Statt der anderswo üblichen Pro-Kopf-Verschuldung hat Böbing ein Pro-Kopf-Guthaben von mittlerweile 715 Euro. Im vorigen Jahr waren es noch 540 Euro pro Einwohner. Es war nicht die einzige gute Nachricht, die Bürgermeister Peter Erhard auf der Bürgerversammlung überbringen konnte.

  • Baulandausweisung: „Wir sind an einigen vielversprechenden Flächen dran, um unsere Bürger wieder mit Bauland zu versorgen“, sagte Bürgermeister Peter Erhard und zählt die Baugebiete auf: Ammerblick II, Im Luß, Am Kinderheim und in Pischlach Moos.
  • Kindergarten: Die Gemeinde hat im vorigen Jahr für 650 000 Euro den Kindergarten St. Hedwig gekauft. Derzeit wird für weitere 350 000 Euro das Obergeschoss zu Gruppenräumen, Küche, Aufenthaltsraum und Sanitäranlagen aus- und umgebaut. Auf weitere Sicht ist auch noch der Umbau des Erdgeschosses geplant. Für die Gesamtausgaben von rund einer Million Euro hat die Gemeinde einen staatlichen Zuschuss von 370 000 Euro bekommen.
  • Mobilfunk: Der Teilflächennutzungsplan mit sechs Vorrangflächen in sieben Standorten ist 2018 in Kraft getreten. „Ein langwieriges Verfahren, das der Gemeinde 70 000 Euro gekostet hat“, sagte Böbings Bürgermeister. † Breitbandausbau: 165 Anschlüsse im Außenbereich sind derzeit in der Erschließung. Gesamtkosten 1,4 Millionen Euro. Die Gemeinde selbst wurde dafür mit 280 000 Euro zur Kasse gebeten.
  • Kläranlage: Für die geplante Klärschlammpressung und für das Filtrat-Wasserbecken rechnet die Gemeinde mit einer Investition von rund 160 000 Euro. „Dafür ist das Geld gut angelegt.“
  • Ausbau WM 24 von Böbing in Richtung Schönberg: Bis Mitte Mai werden dazu die Arbeiten vergeben. Noch Geduld gefragt ist dagegen beim Ausbau der Staatsstraße 2058 ab dem Granerhof. Da rechnet Erhard mit dem Ausbau erst 2019/2020.
  • Waldwegebau im „Schmetterle“: Für die Kosten von 110 000 Euro rechnet Böbings Bürgermeister mit einer Förderung von 90 Prozent.
  • Feuerwehr: Noch in diesem Jahr wird ein neues TSF für 170 000 Euro gekauft. Staatlicher Zuschuss: 42000 Euro.

Diesmal nutzte Erhard die Bürgerversammlung auch, um seinem Ärger Luft zu machen. Grund seines Unmutes: der Bericht in den Schongauer Nachrichten über den von Peter Schweiger und Helmut Schilling gefertigten Brunnen. „Aufgrund vereinzelter moralischer Irritationen sei der Brunnen jetzt aufgestellt und betriebsbereit“, hieß es darin. Dieser Pressebericht sei für das Ehrenamt nicht förderlich, schimpfte Erhard. „Da könnte die Presse mehr Feingefühl an den Tag legen, schade“.

Vize-Landrätin Regina Bartusch indes war es vorbehalten, über die Investitionen für die 70 Schulen im Landkreis, der beiden Krankenhäuser in Weilheim und Schongau sowie über den Unterhalt der Kreisstraßen zu informieren.

Am Ende der Versammlung bedankte sich Erhard „für das gute Miteinander im Dorf“ bei all denen, die zum Dorfleben beigetragen haben.

VON WALTER KINDLMANN

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