Sie sind mit dem Böbinger Haushalt für das Jahr 2021 sehr zufrieden: Bürgermeister Peter Erhard und Verwaltungs-Gemeinschafts-Leiter Peter Vogt.
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Sie sind mit dem Böbinger Haushalt für das Jahr 2021 sehr zufrieden: Bürgermeister Peter Erhard und Verwaltungs-Gemeinschafts-Leiter Peter Vogt.

Sinkende Einnahmen

Böbing: Haushalt verabschiedet - „Wir leisten uns nur das, was machbar ist“

Knapp fünf Millionen Euro umfasst der Haushalt der 1877 Einwohner zählenden Gemeinde Böbing in diesem Jahr. Er liegt damit rund 570 000 Euro unter dem des Vorjahres. Denn: Die Gemeinde rechnet wegen der Coronapandemie auch heuer wieder mit deutlich weniger Einnahmen.

Böbing – Der Böbinger Haushalt für das Jahr 2021 sei, so Bürgermeister Peter Erhard, gut, verlässlich und was die Ausgaben anbelangt sehr bescheiden aufgestellt. Das bedeute, dass sich die Gemeinde im zweiten Corona-Jahr auf Investitionen beschränken will, die nicht aufgeschoben werden können. „Wir leisten uns eben nur das, was machbar ist.“ Zukunftsinvestitionen nennt das der Bürgermeister.

Das bedeutet im Klartext Investitionen für die Jugend und für Böbings Nachwuchs im Kindergarten sowie für den kommunalen Wohnungsbau. Robert Eder, der Vorsitzende des Böbinger Finanzausschusses, rechnet auch in diesem Jahr wegen der Kurzarbeit mit deutlichen Einbußen. Die des vergangenen Jahres wirkten sich in diesem Jahr erst so richtig aus. 3,57 Millionen Euro beträgt der Verwaltungshaushalt, 1,33 Millionen Euro der Vermögenshaushalt.

An Ausgaben mangelt es der Gemeinde dennoch nicht: Allein die Landkreisumlage beträgt bei 54 Prozentpunkten 1,05 Millionen Euro und hat damit erstmals die Millionengrenze überschritten. Sie ist um 51 000 Euro höher als im Vorjahr. „Die Kreisumlage geht nach oben, die Einkommenssteuer nach unten“, so Eder.

In Sachen Kreisumlage schlagen bei Bürgermeister und CSU-Fraktionsvorsitzendem Peter Erhart, wie er sagt, zwei Herzen in seiner Brust. Die Kreisumlage werde im Kreistag hart diskutiert. „Aber dieses Geld bleibt in der Region und landet nicht auf dem Flugplatz in Berlin.“

Ein weiterer dicker Brocken bei den Ausgaben sind die Personalkosten mit 822 000 Euro inklusive aller Sozialausgaben. Für den Unterhalt des gemeindlichen Kindergartens bleiben nach Berücksichtigung der staatlichen Zuschüsse und der Elternbeiträge noch 321 000 Euro, die von der Gemeinde aufzubringen sind. Für die bereits vergebene Erschließung des Baugebiets „Pischlach- Ammerblick II“ werden 348 000 Euro fällig.

Für den Umbau des Untergeschosses im gemeindlichen Kindergarten sind rund 30 000 Euro vorgesehen. „Damit haben wir alle Stockwerke des Kindergartens erneuert“, freut sich der Bürgermeister.

Alle diese Ausgaben wären nicht möglich, wenn nicht auch Geld in die Kasse käme. Allein der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer beträgt heuer 900 000 Euro. Das sind 50 000 Euro weniger als im Vorjahr. Die zugesagte Schlüsselzuweisung vom Land liegt bei 656 000 Euro. Die Gewerbesteuer hat Kämmerer Peter Vogt vorsichtig mit 200 000 Euro angesetzt. 167 000 Euro sind es bei der Grundsteuer A und B.

Was indes die Rücklagen der Gemeinde anbelangt, so liegen diese derzeit noch bei 958 000 Euro. Auch in diesem Jahr noch deutlich über den Verpflichtungen von 257 000 Euro. Vor drei Jahren waren es noch 1,8 Millionen, die wegen der üppigen Investitionen geplündert werden mussten. Trotz alledem haben die 1877 Böbinger immer noch ein Pro-Kopf- Guthaben von 373 Euro.

VON WALTER KINDLMANN

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