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Symbolischer Spatenstich zum Breitband-Ausbau der Bürgermeister Markus Bader (Rottenbuch, Dritter von links) und Peter Erhard (Böbing, Vierter von links) mit Vertretern der Telekom und der beteiligten Baufirmen. 

Breitband-Ausbau in Böbing und Rottenbuch

Mit 108 Kilometern Glasfaser in die Zukunft

Die Telekom startet den Glasfaserausbau für ein schnelles Internet in den Gemeinden Böbing und Rottenbuch. Jetzt war der offizielle Spatenstich für insgesamt 108 Kilometer Glasfaser und 48 Verteiler. 551 Gebäude können ab Anfang 2019 schnellere Anschlüsse nutzen. Die Kosten für die moderne Technik liegen für Rottenbuch bei 2,8, für Böbing bei 1,4 Millionen Euro.

Böbing/Rottenbuch – Zum Spatenstich für den Breitbandausbau hatten die Gemeinden Böbing und Rottenbuch in die Böbinger Grundschule eingeladen. Für die Bürger aus Böbing und Rottenbuch war es eine Informationsveranstaltung, bei der sie Wissenswertes über den geplanten Breitbandausbau und die dafür anfallen Kosten sowie über den Zeitplan erfahren haben.

In der Gemeinde Rottenbuch mit den 26 Ortsteilen, Weilern und Einzelgehöften, werden 30 Kilometer im Tiefbau realisiert. Dabei werden rund 63 Kilometer Glasfaser-Kabel eingezogen und 36 Kilometer Leerrohre neu gelegt. Am Ende dieser Maßnahme werden 391 Gebäude und 60 Unternehmen mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde versorgt sein.

In Böbing sind es mit seinen 21 Ortsteilen, Weilern und Einzelgehöften etwas weniger. Insgesamt werden dort 27 Kilometer Glasfaser-Kabel eingezogen und 45 Kilometer Leerrohre neu verlegt. Am Ende werden 160 Gebäude und 18 Unternehmen mit 50 Mbit versorgt.

In beiden Gemeinden werden im Projektgebiet 80 Prozent der Anschlüsse sogar mit 100 Mbit pro Sekunde oder mehr versorgt sein. „Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt graben wir,“ sagte Telekom-Vertriebsleiter Ralph Niepel beim Spatenstich. Der zudem versicherte, dass auch während der Bauzeit stets enger Kontakt mit den beiden Gemeinden gehalten werde.

Der Ansprechpartner vor Ort ist übrigens Klaus Strauß aus Rottenbuch. Dieter Strohmaier von der ausführenden Firma Nibler betonte, dass es sich bei den Arbeiten in Rottenbuch und Böbing um „eine sehr große Maßnahme“ handele. Planer und Baubegleiter seien stets vor Ort. „Wir wollen hier partnerschaftlich arbeiten.“

Nur, Geduld müsse man dabei schon auch aufbringen. Anschlüsse von der Straße bis ins Haus sind kostenfrei. Allerdings ist dafür Voraussetzung, dass die Verträge der Hausbesitzer vorliegen. Wenn nicht, fahre der Bagger am Haus vorbei.

Ein Hinweis in diesem Zusammenhang: Der Anschluss werde nicht automatisch schneller. Der werde erst auf Antrag von dem langsamen auf das schnelle Netz umgeschaltet.

Der Zeitplan sieht nunmehr vor, dass Mitte März in Rottenbuch und weiter in Richtung Böbing mit den Tiefbauarbeiten begonnen wird. Die Montagearbeiten, so Strohmaier, sollten eigentlich bis Frühjahr 2019 abgeschlossen sein.

Rottenbuchs Bürgermeister Markus Bader erinnerte daran, dass bei den Kosten der Eigenanteil der Gemeinde rund 500 000 Euro beträgt. In Böbing sind es 280 000 Euro. Bader sagte auch, er freue sich, dass bei diesem Projekt Rottenbuch und Böbing an einem Strang ziehen. Als Vorteil habe sich auch erwiesen, dass beide Gemeinden rechtzeitig ins Bundesprogramm gewechselt seien. Mit dem Ergebnis, dass beide Gemeinden mit einem staatlichen Zuschuss von 80 Prozent der Gesamtkosten beglückt werden.

Im Übrigen erinnerte Bader daran, dass „wir bundesweit die ersten Kommunen für dieses Pilotprojekt sind“. Und fügte an, „Deutschland wird nachziehen.“ Böbings Bürgermeister Peter Erhard ist einfach nur froh, „dass es endlich los geht“.

Walter Kindlmann

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