Großer Andrang herrschte an der neuen Kletterwand. Links Jugendleiter Michael Legelli, der die kleinen und großen Kletterer sicherte.

Festakt zur Einweihung

Kletterwand ist Böbings neue Attraktion

Ein Bürgermeister in Socken und ein Alpenvereins-Vorsitzender, der seine Gäste gut gesichert aus luftiger Höher begrüßt: Etwas anders als gewohnt war der Festakt zur Einweihung der neuen Kletterwand in der Schulturnhalle in Böbing.

Böbing – Böbings Bürgermeister Peter Erhard ist mit gutem Beispiel vorangegangen: Da Straßenschuhe bekanntermaßen nicht geeignet sind für Hallenböden, stellte er seine Schuhe vor dem Halleneingang ab. Die übrigen Besucher taten es ihm nach. Die Alpenvereins-Ortsgruppe Böbing hat nämlich zur Einweihung der neuen Kletterwand in der Schulturnhalle geladen. Deren Vorsitzender Manfred Rudolf ließ es sich dabei nicht nehmen, die Gäste aus luftiger Höhe, gesichert am Seil durch Jugendleiter Michael Legelli, zu begrüßen.

„Unsere Jugend drängt nach oben“, so Rudolf. Deshalb war der bereits in der Turnhalle vorhandene Boulder-Raum längst an seine Grenzen gekommen, und die Alpenvereins-Vorstandschaft hatte daher beschlossen „etwas G’scheites“ zu bauen.

Nämlich eine Kletterwand, an der vier Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden geklettert werden können. Bei der Gemeinde stieß der Vorschlag auf unbürokratische Zustimmung, wie Rudolf betonte. Zudem gab es einen Zuschuss in Höhe von 1500 Euro aus der Gemeindekasse für das Projekt. Weitere 1500 Euro steuerte der Alpenverein bei, 500 Euro gab es von der Sparkassenstiftung.

Aus luftiger Höhe begrüßte Böbings Alpenvereins-Chef Manfred Rudolf die Besucher bei der Einweihung der neuen Kletterwand in der Schulturnhalle.

Insgesamt schlug die Kletterwand mit 7500 Euro zu Buche. Die Kosten konnten laut Rudolf dank zahlreicher aktiver Alpenvereins-Mitglieder so gering gehalten werden. In diesem Zusammenhang bedankte er sich bei Konstrukteur Sebastian Pfeiffer, Statiker Franz Tralmer sowie den ehrenamtlichen Helfern, die die Kletterwand in den vergangenen Sommerferien in Eigenleistung errichtet haben. Auch die Frauen der Ortsgruppe taten dabei ein Übriges und steuerten zur Einweihungsfeier ein Buffet bei, an dem sich jeder gegen Spende bedienen konnte.

Zur Feier des Tages gab es außerdem einen Gaudi-Wettbewerb, bei dem die Besucher die Wand ausprobieren konnten – und ein „Biertragel-Kraxeln“. Natürlich alles fachmännisch gesichert.

Und auch wenn beim Wettbewerb einige Besucher in Socken die Wand hochkletterten, werden normalerweise Kletterschuhe benutzt. Auch einen Klettergurt sollten alle, die die Wand regelmäßig nutzen, besitzen. Der Alpenverein verfügt über eine geringe Leihausrüstung für Jugendliche. „Mit der Kletterwand wächst der Verein noch mehr“, war sich Stefan Greißl von der Nachbar-Sektion Steingaden sicher. Zusammen mit Franz Gilgenreiner überreichte er einen Kletter-Comic und noch ein paar zusätzliche Griffe für die neue Wand.

Böbings Bürgermeister Peter Erhard blieb lieber am Boden, freute sich aber über die neue Attraktion und wünschte unfallfreie Wettbewerbe und immer eine gute Hand beim Klettern.

Ursula Fröhlich

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