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Spielte sauber auf: Die Böbinger Blaskapelle mit ihrem Dirigenten Maxi Bair.  

Frühjahrskonzert der Böbinger Blaskapelle

Mit viel Gefühl und Musik auf höchstem Niveau

Anspruchsvoll und abwechslungsreich war das Frühjahrskonzert der Böbinger Blaskapelle mit Dirigenten Maxi Bair. Eine Mischung konzertanter, moderner und traditioneller Blasmusik.

Böbing – Bereits zum elften Mal begeisterte die Blaskapelle viele Musikfreunde aus Nah und Fern. In diesem Jahr hörten die Besucher in der wieder trockengelegten Schul-Turnhalle einen Höhepunkt ausgezeichneter Blasmusik. Drei Stücke einer Musik-CD, mit dem Titel „1000 Takte Blasmusik“, hatten beim Frühjahrskonzert ihre Premiere. Sie wurden in den vergangenen Wochen mit fünf Kapellen aus dem Landkreis im Proberaum der Böbinger Blaskapelle aufgenommenen. Wer jetzt gleich eine CD erwerben möchte, „den muass i noch vertrösten, die erscheint leider erst im Juli“, betonte Katharina Wurm, die wie auch in den vergangenen Jahren gekonnt und humorvoll durchs Programm führte.

Vorsitzender Franz Hückl konnte in der vollen Halle Böbings Gemeindechef Peter Erhard, Prälat Georg Kirchmair, Pfarrer Josef Fegg und Manfred Fiebig, stellvertretender Vorsitzender vom Musikbund Oberland, als Ehrengäste, und nicht zuletzt Vertreter und Mitglieder Böbinger Vereine sowie deren Nachbarkapellen begrüßen.

Keine leichten Stücke hat Dirigent Maxi Bair auch in diesem Jahr aus dem Notenregal geholt. Eröffnet wurde das Konzert mit der Fanfare „A Little Opening“ von Thiemo Kraas, einem Blasmusikkomponisten, der mit dieser Fanfare Charakteristik und die typische Anspannung einer Konzerteröffnung einfangen und wiedergeben wollte. Mit dem etwas ruhiger und klassischen „Arietta“ aus der Hochzeit des Figaro von Amadeus Mozart begleitet mit einem Hornsolo der Solisten Michael Angerer und Max Scheiber folgte das zweite Musikstück. Des Weiteren folgten bis zur Halbzeitpause die Ouvertüre „Black River“ von dem Komponisten Thomas Doss, eine Solo-Polka „Baritone der Nacht“ mit den Solisten Florian Geiger (Tenorhorn) und Andi Bair (Bariton) von Zdenek Gursky und eine Polka aus dem Repertoire der Egerländer Musikanten unter Ernst Mosch die „Anna-Polka“, eines von den drei Musikstücken aus der aufgenommenen CD.

Kein Lampenfieber bei der Jugendgruppe – fetzige Lieder

Nach einem Erfrischungstrunk für die Zuhörer spielte eine von Jugendleiter Mirko Zinßsmeister gegründete Jugendgruppe unter der Leitung von Franz Weishäupl mit den Kindern Emma Schaller, Alina Beck, Nico Beck, Jonas und Berni Zinßmeister, David Simon, Calvien Konzack, Simon Dreher und Kilian Strunz. Sie gaben die Stücke „Hansl-Polka“, eine Volksweise von Karl Edelmann, und „Aller Anfang ist schwer“, einer Musik von Jean Treves, zum Besten. Bei ihrer Premiere vor einem so großen Publikum war bei ihnen kein Lampenfieber zu erkennen. Mit tosenden Applaus bedankten sich die Zuhörer bei den Jugendlichen.

Ebenfalls hatten Tamara Neuner und Vroni Strunz Premiere. Die beiden Gesangssolistinnen waren zum ersten Mal bei einem Frühjahrskonzert auf der Bühne. Mit ihrem Lied „Halleluja“ überzeugten sie voll und ganz. Mit den letzten drei Musikstücken, die von Moderatorin Katharina Wurm angesagt wurden, zog die Blaskapelle mit „Beyond the Sea“, einem Konzertmarsch und „Carpe Diem“ nochmals alle Register. Bei soviel ausgezeichneter Blasmusik, die das Publikum erfreute, geizte die Kapelle nicht mit Zugaben aus der aufgenommen CD. „Ein klassisches Frühjahrskonzert“, so Bürgermeister Peter Erhard, das in unserem Dorf nicht mehr wegzudenken ist. 

Werner Schubert

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