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Viel Lob bekam VG-Chef und Kämmerer Peter Vogt für den diesjährigen Böbinger Haushaltsplan. 

Gemeinderat Böbing

Böbing mit großem Haushalt und großen  Aufgaben

5,98 Millionen Euro beträgt der Haushalt der Gemeinde Böbing in diesem Jahr. Er liegt damit um 1,5 Millionen Euro über dem des Vorjahres. Ursachen dafür sind Breitbandausbau und weitere hohe Investitionen wie Erwerb des Kindergartens. Dennoch: Wenn die Rücklagen von 1,4 Millionen Euro mit den Schulden (412 000 Euro) verrechnet werden, hat jeder der 1811 Einwohner 540 Euro Guthaben.

Böbing – „Ein gut genähter Haushalt,“ sagte Böbings Bürgermeister Peter Erhard über das gemeindliche Zahlenwerk in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Gemeinde stehe im Vergleich zu anderen Kommunen aber finanziell hervorragend da, und sie sei für zukünftige Investitionen gut gerüstet.

Das Pro-Kopf-Guthaben von 540 Euro bedeutet allerdings nicht, dass sich nunmehr Böbings Einwohner das Geld aus dem Rathaus abholen oder mit fälligen Steuern verrechnen können. Auf diesen Hinweis legt Erhard schmunzelnd großen Wert. Im vorigen Jahr lag das Pro-Kopf-Guthaben noch bei „lediglich“ 297 Euro.

Insgesamt 3,15 Millionen Euro beträgt der Verwaltungshaushalt, 2,8 Millionen Euro der Vermögenshaushalt. Der Verwaltungshaushalt liegt damit rund 400 000 Euro über dem des Vorjahres, der Vermögenshaushalt um gut eine Million Euro über dem des Vorjahres.

An Ausgaben mangelt der es der Gemeinde auch in diesem Jahr nicht. Allein die Landkreisumlage beträgt heuer bei einem Hebesatz von 55 Prozentpunkten (2017 noch 56 Prozentpunkte) 762 000 Euro. Immerhin 80 000 Euro weniger als im Vorjahr. 55 Prozent bedeutet, dass die Gemeinde von jedem eingenommenen Euro 55 Cent an den Landkreis abführen muss. Dazu kommt die Gewerbesteuerumlage mit nochmals 70 000 Euro. Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft entspricht mit 185 000 Euro der des Vorjahres.

Für den gemeindlichen Kindergarten muss Böbing 164 000 Euro aus der Gemeindekasse zuschießen. Für den Erwerb des Kindergartens hat der Kämmerer schon mal 650 000 Euro eingeplant. Dabei rechnet Peter Vogt allerdings schon im voraus mit einem staatlichen Zuschuss von 377 000 Euro. Für Wegemaßnahmen im Zuge der Dorferneuerung sind 450 000 Euro eingeplant. Der erwartete Zuschuss dafür liegt bei 380 000 Euro. Für den Breitbandausbau sind 755 000 Euro in den Haushalt eingestellt – mit einem zu erwartenden staatlichen Zuschuss 650 000 Euro.

„Alle diese Auslagen sind sehr konservativ geplant worden“, so die Zusammenfassung der Böbinger Rathauschef. Die allesamt nicht möglich wären, wenn nicht auch ordentlich Geld in die Gemeindekasse käme. Allein der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer beträgt in diesem Jahr 850 000 Euro. Hierbei erhält die Gemeinde 15 Prozent der im Gemeindegebiet erzielten Einkommenssteuer. Die Schlüsselzuweisung vom Land liegt heuer bei 711 000 Euro. Hier macht sich die stärkerer Finanzkraft der Gemeinde bemerkbar. Im vorigen Jahr waren es knapp 200 000 Euro weniger.

Die Gewerbesteuer hat der Kämmerer vorsorglich vorsichtig mit 250 000 Euro, die Grundsteuern A und B zusammen mit 146 000 Euro angesetzt. Geschlossen hat der Gemeinderat dem von Robert Eder, dem Vorsitzenden des Finanzausschusses, erläuterten Haushaltplan zugestimmt.

Walter Kindlmann

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