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Ab dem nächste Winter im Regelbetrieb: Die Straßenwettermessstation wurde kürzlich rund 300 Meter vor dem Böbinger Berg in Richtung Peißenberg installiert. 

Mehr Sicherheit  bei Glatteis 

Neue Straßenwetterstationen gehen in Testbetrieb

Die Straßen im Landkreis Weilheim-Schongau werden in der Wintersaison 2017/2018 voraussichtlich wieder ein Stück weit sicherer: Das Netz der Straßenwettermessstationen, die automatisch vor Glatteis warnen, wird engmaschiger.

Böbing  Das staatliche Bauamt hat zwei neue Anlagen installiert: eine im Auftrag des Landkreises an der WM 19 am Auerberg (wir berichteten), eine zweite nun auf Staatskosten auch am Böbinger Berg in Richtung Peißenberg.

Nach Angaben von Bauoberrat Hermann Streicher sind die Anlagen derzeit noch nicht im Betrieb. „Sie werden im Laufe des Frühjahrs technisch installiert und gehen anschließend in einen Testbetrieb, sodass sie bis zum nächsten Winter zur Verfügung stehen“, erläutert er.

Die Anlage am Böbinger Berg lässt sich der Landkreis bekanntlich gut 25 000 Euro kosten. Aus gutem Grund: Die nächstgelegenen Messsstationen liegen ein gutes Stück weit entfernt, die Daten sind deshalb zu ungenau für den Auerberg. Die nächstgelegenen Stationen sind laut Bauamt auf Höhe der Wasserreserve an der St 2014 Richtung Kaufbeuren, die andere steht an der Abzweigung zur Wieskirche an der St 2059.

Anlagen sollen bis Winter in Betrieb sein

Die Anlagen sind für Autofahrer und Straßenmeistereien gleichermaßen ein Segen. Die Meistereien mussten früher bei unsicherer Wetterlage ausschwärmen und nachsehen, auf welchen Straßen es glatt wird und Salz gestreut werden muss. Das Spähen übernehmen nun die Straßenwetterstationen: Sie sind mit Infrarotkameras ausgestattet und liefern nach Angaben des staatlichen Bauamts den Straßenmeistereien alle zehn Minuten Daten über die Beschaffenheit der Fahrbahn. Darin enthalten sind auch Lufttemperatur, die Temperatur des Straßenbelages und die Niederschlagsmenge.

In den kommenden Jahren wird das staatliche Bauamt das Netz weiter ausbauen. In ihrem Zuständigkeitsbereich (Landkreise Weilheim Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen, Landsberg am Lech, Garmisch-Partenkirchen und Starnberg) sollen in Zukunft 20 Stationen stehen – also alle 70 bis 80 Kilometer. Mit den beiden Neuen am Auerberg und am Böbinger Berg sind es laut Staatlichem Bauamt ab dem kommenden Winter allein sechs im Landkreis, vier davon im Altlandkreis Schongau.

Jörg von Rohland

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