Gute Ideen schaden nicht bei der Gestaltung des eigenen Gartens. Aber freilich braucht’s dafür auch die richtigen Pflanzen.
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Gute Ideen schaden nicht bei der Gestaltung des eigenen Gartens. Aber freilich braucht’s dafür auch die richtigen Pflanzen.

Das Netzwerk „Gartenwinkel-Pfaffenwinkel“ hat eine Alternative geschaffen 

„Grüne Meile“ in Böbing für Pflanzenfreunde

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Viele Gartenbauvereine scheuen sich heuer aufgrund der Auflagen davor, ihre Pflanzentauschbörsen zu veranstalten. Das Netzwerk „Gartenwinkel-Pfaffenwinkel“ hat eine Alternative geschaffen: „Die Grüne Meile“. Bei der werden im Oktober auf einem rund 300 Metern langen Straßenabschnitt Pflanzen angeboten.

Landkreis – Jeden Tag klingelt das Telefon von Heike Grosser. Mal geht es um Fragen zur Auswahl von Pflanzen, mal um Krankheiten, mal um Umbauarbeiten. Es gibt eben vieles, was man rund um die Gartengestaltung lernen kann. Grosser, Geschäftsführerin des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege, hilft da gern weiter.

Und sie merkt, wie heuer das Interesse bei vielen deutlich gestiegen ist. Vor allem durch den Lockdown „schauen viele wieder stärker auf ihren Garten, wissen ihn mehr zu schätzen“, sagt sie. Und so mancher hatte eben nun auch mehr Zeit für Umbauarbeiten. Für die richtige Wohlfühl-Atmosphäre braucht’s unter anderem schöne Pflanzen.

Weil sich viele Gartenbauvereine heuer Corona-bedingt mit der Organisation ihrer traditionellen Pflanzentauschbörsen schwer tun, hat sich das Netzwerk „Gartenwinkel-Pfaffenwinkel“ ein neues Konzept dafür überlegt. Es bietet am 24. Oktober von 13 bis 17 Uhr „Die Grüne Meile“ in Böbing an. Das Motto: „Selbstgewachsenes und Ratschläge für den kleinen und großen Gartler.“

Für die Veranstaltung wird extra eine Straße zwischen dem Bruggerhof und dem Granerhof gesperrt – auf etwa 300 Metern Länge. Zahlreiche Gartenbauvereine beteiligen sich an der „Grünen Meile“, indem sie Pflanzen sammeln und zur Verfügung stellen. Diese werden dann auf rund 40 Tischen präsentiert und können gegen eine Spende auch mitgenommen werden. Mehr als 100 Pflanzen soll es geben. Garten- und Balkonbesitzer können so neue Schätze für daheim finden. Das gespendete Geld kommt dem Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege zu Gute.

„Wir haben ein Konzept gebraucht, bei dem alles entzerrt ist“, sagt Grosser. Das Netzwerk, das zum Kreisverband gehört, kam daraufhin auf die Idee, die Pflanzen entlang einer Straße zu präsentieren – so kann mit genug Abstand flaniert werden. Für Fragen der Besucher stehen Netzwerk-Mitglieder, allesamt passionierte Gartenliebhaber aus der Region, bereit.

Die Pflanzen werden nach Themen sortiert aufgestellt und auch gut beschriftet, damit Interessierte die wichtigsten Informationen auf den ersten Blick erfahren. Auch das dient dazu, dass sich möglichst niemand zu nah kommt.

Grosser ist froh über die Idee des Netzwerks. „Es ist uns ein Anliegen, dass etwas stattfinden kann“, sagt die Geschäftsführerin. Die passende Straße war schnell gefunden – der Bruggerhof, in dessen Nähe die „Grüne Meile“ beginnt, ist Netzwerk-Mitglied. Obendrein kann der Straßenabschnitt gut umfahren werden. Mitten im Grünen und ohne Verkehr können sich Pflanzenfreunde also ganz entspannt umsehen – mit Abstand, versteht sich.

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