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Hoch mit dem Arm: Alle Gemeinderäte stimmten für den Haushalt der Gemeinde Böbing für das Jahr 2017. 

Haushalt Böbing

Konservative Ausgaben

4,5 Millionen Euro beträgt Böbings Haushalt in diesem Jahr – und liegt damit 500 000 Euro über dem des Vorjahres. Ursache dafür ist der für heuer und für das nächste Jahr vorgesehenen Breitbandausbau. Dennoch ein Novum: Die Rücklagen mit den Schulden verrechnet hat jeder der 1836 Einwohner ein Guthaben von 297 Euro.

Böbing – Für Böbings Bürgermeister Peter Erhard ist die Haushaltslage gut geordnet. Nur wegen dem Breitbandausbau würde der Haushalt „ein bisschen ausscheren“.

875 000 Euro hat die Gemeinde angespart. Im vorigen Jahr war es noch eine knappe Million Euro. Die Schulden der Gemeinde sind überschaubar. 320 000 Euro waren es zum Jahresende. „Damit steht die Gemeinde Böbing im Verhältnis zu vielen anderen Gemeinden finanziell hervorragend da und ist für zukünftige Investitionen gut gerüstet“, hat VG-Kämmerer Peter Vogt festgestellt.

2,780 Millionen Euro beträgt der Verwaltungshaushalt, 1,73 Millionen Euro der Vermögenshaushalt. Der Verwaltungshaushalt ist um knapp 70 000 Euro höher als im Vorjahr.

An Ausgaben mangelt es der Gemeinde auch in diesem Jahr nicht. Allein die Landkreisumlage beträgt bei einem Hebesatz von 56 Prozentpunkten satte 840 000 Euro und damit 80 000 Euro mehr als 2016. 56 Prozent bedeuten, dass die Gemeinde von jedem eingenommenen Euro 56 Cent an den Landkreis abführen muss. Dazu kommt die Gewerbesteuerumlage mit weiteren 70 000 Euro. Im vorigen Jahr waren es noch 110 000 Euro. Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft entspricht mit 184 000 Euro der des Vorjahres. Für den Unterhalt des gemeindlichen Kindergartens werden rund 390 000 Euro benötigt. Wobei die Angestelltenvergütung mit 229 000 Euro den größten Batzen ausmacht. Für den Breitbandausbau rechnet die Gemeinde für die beiden Jahre 2017 und 2018 mit jeweils 800 000 Euro. Die Staatlichen Zuschüsse abgerechnet muss die Gemeinde heuer und im nächsten Jahr jeweils 150 000 Euro selbst aufbringen.

Die Erschließung des Baugebietes Seegweg-Lugenauerweg kostet rund 200 000 Euro. Für den Erwerb von Grundstücken in „Pischlach Moos III“ sind 50 000 Euro vorgesehen. Für Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED sind 40 000 Euro im Haushaltsplan eingeplant.

„All diese Auslagen sind sehr konservativ geplant worden,“ so die Zusammenfassung des Bürgermeisters. Die allesamt nicht möglich wären, wenn nicht auch ordentlich Geld in die Gemeindekasse käme. Allein der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer beträgt 750 000 Euro. Hierbei erhält die Gemeinde 15 Prozent der im Gemeindegebiet erzielten Einkommenssteuer. Die Schlüsselzuweisung vom Land liegt heuer bei 520 000 Euro. Hier macht sich die stärkere Finanzkraft der Gemeinde bemerkbar. Im vorigen Jahr waren es 75 000 Euro weniger. Die Gewerbesteuer hat Peter Vogt mit 230 000 Euro angesetzt, die Grundsteuer A und B zusammen mit 146 000 Euro.

An dem Haushaltsplan hatten die Gemeinderäte nichts auszusetzen. Geschlossen hat das Gremium dem Zahlenwerk zugestimmt.

Walter Kindlmann

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