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Sie wollen für die CSU, die JU und Parteifreie als Gemeinderäte in den Böbinger Gemeinderat. Peter Erhard, stehend in der Mitte mit kariertem Hemd, ist einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt worden. 

Gemeinsame Liste

Kommunalwahl 2020 in Böbing: „Wahnsinniges Vertrauen“ in Peter Erhard

Die Böbinger haben eine gemeinsame Liste mit Vertretern aus CSU, Junge Union (JU) und Parteifreien ins Rennen um die Sitze im Gemeinderat geschickt. 

Böbing – Böbings Bürgermeister Peter Erhard sagte bei der Aufstellungsversammlung in Böbing, er sei gerührt und überrascht, dass er am 15. März erneut als Gemeindechef kandidieren dürfe. Im Mai sind es 18 Jahre Bürgermeister Peter Erhard in Böbing. Er, sagt er, habe in all’ den Jahren nie große Versprechen gegeben, aber er habe sich immer mit aller Kraft für das Wohl der Gemeinde eingesetzt.

Das versprach er auch für die nächsten sechs Jahre, in denen Etliches verwirklicht oder zumindest weiterentwickelt werden müsse. So die Ausweisung von Bauland für Wohnen und Gewerbe. „Wir wollen, dass die jungen Leute im Dorf Arbeit haben und auch Grundstücke für den Bau eines eigenen Hauses bekommen.“ Geplant ist zudem, dass der Kindergarten im Erdgeschoss komplett ausgeräumt und mit neuen Räumlichkeiten versehen wird. Auch der weitere Breitbandausbau steht auf dem Programm der Gemeinde.

Erhard meinte, er wisse ganz genau, dass auch die Landwirte vor großen Herausforderungen stehen würden. Dabei wolle die Kommune sie unterstützen, wo dies nur möglich sei. Beispielsweise beim Wegebau.

Wirtschaftlich seien es derzeit gute Zeiten. Finanziell auch. Für die Erschließung von Grundstücken des Wohngebietes „Ammerblick“ und „Im Luß“ hat die Gemeinde im vergangenen Jahr rund 640 000 Euro investiert. Für den Breitbandausbau waren es nach Abzug aller staatlichen Zuschüsse weitere 199 000 Euro. Die Gemeinde hatte 2019 ihren Sparstrumpf um 1,15 Millionen Euro erleichtert und nach dieser üppigen Entnahme trotzdem noch 600 000 Euro auf dem Konto. Die Gemeinde mit ihren derzeit 1895 Einwohnern stehe also finanziell gut da.

Peter Erhard bedankte sich bei den Gemeinderäten für deren Arbeit in den vergangenen sechs Jahren. Es sei immer eine kritische, aber konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde „auf einer wahnsinnig harmonischen Ebene“ gewesen.

Hannes Scheifele, ehemaliger VG-Chef von Rottenbuch und Böbing, hatte anschließend als Wahlleiter am vergangenen Mittwochabend im Gasthaus Haslacher alles im Griff. Er erklärte den 39 anwesenden Wahlberechtigten, was bei Abgabe der Stimme zu beachten sei, dass jeder zwölf Stimmen habe und auch, dass Häufeln (drei Stimmen für einen der Kandidaten) erlaubt sei. Als Schriftführer stand ihm Gemeinderat Wolfgang Kees zur Seite.

Neben dem Bürgermeisterkandidaten wurden so zwölf Anwärter für den Gemeinderat plus einem Ersatzkandidaten von den 39 Stimmberechtigten gewählt. Peter Erhard bekam alle 39 Stimmen. Er sagte danach, er wolle sich „für das wahnsinnige Vertrauen“ herzlich bedanken. Nach Ablauf der nächsten Wahlperiode 2026 ist er dann 63 Jahre alt.

VON WALTER KINDLMANN

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