Das schlossähnliche Herrenhaus in Böbing-Grambach, wo der zweite Krimi München Laim teilweise gedreht worden ist.

Auf dem Herrenhaus von Pöppinghaus

München-Krimi in Böbing gedreht

Im ZDF wird am kommenden Montag, 3. April, um 20.15 Uhr der Krimi „München Laim 2“ ausgestrahlt, der teilweise im Böbinger Ortsteil Grambach gedreht worden ist – auf dem Herrenhaus von Christoph Pöppinghaus.

Böbing – „Die 40- bis 50-köpfige Filmcrew hat unser Haus komplett in Beschlag genommen“, erzählt Christoph Pöppinghaus. Das war im November/Dezember 2015. Es wurde sowohl im Außenbereich als auch innen im Haus gefilmt. Fernsehstars wie Gisela Schneeberger und Max Simonischek genossen die herrliche Aussicht und die Natur.

„Frau Schneeberger hatte im zweiten Obergeschoss ein eigenes Zimmer zugewiesen bekommen“, berichtet Pöppinghaus. Einzelne Szenen wurden teilweise bis zu 20 Mal gedreht. Für die Filmcrew ist ein eigenes Catering mit mehreren Köchen vor Ort installiert worden.

Hausherr Christoph Pöppinghaus mit seiner Frau Nadine.

Zwischen der TV-Premiere des ersten Films und dem Dreh des zweiten Krimis liegen ungewöhnlich lange drei Jahre und sieben Monate. Dabei mag der volle Terminkalender der Hauptdarsteller eine Rolle gespielt haben. „Aber wahrscheinlich hat man sich beim ZDF auch erst zu einer Fortsetzung der Network-Movie-Produktion entschieden, nachdem die Wiederholung im Juni 2013 mit 5,80 Millionen Zuschauern und sagenhaften 19,1 Prozent Marktanteil so eindrucksvoll einschlug“, glaubt Pöppinghaus. Die Erstausstrahlung im April 2012 war für die krimi-erfolgsverwöhnten Mainzer mit 3,76 Millionen Zuschauern (Marktanteil 13,9 Prozent) eher enttäuschend verlaufen.

Unter der Regie von Michael Schneider haben die Dreharbeiten zum zweiten Krimi „München Laim – Uriel“ im November 2015 begonnen. Diesmal ermittelt Kommissar Lukas Laim (Max Simonischek) im Mordfall eines Mäzens jüdischer Kunst, der von einer Brücke auf der Praterinsel hängend gefunden wurde und auf dessen Bauch in hebräischer Schrift „Vergeltung“ geschrieben stand.

Gisela Schneeberger (als Laims Mutter) und Gerhard Wittmann (als Kollege Simandl) sind noch vom ersten Film („Die Tote ohne Alibi“) mit von der Partie. Lavinia Wilson spielt die neue Kommissarin Johanna Fischer, weitere Rollen haben Golo Euler, Fritz Karl, Bibiana Beglau und Katharina Müller-Elmau übernommen.

Herrenhaus von 1925

Das Drehbuch stammt von Lisa van Brakel und Jörg von Schlebrügge. Produziert wird „München Laim“ von Network Movie (Bettina Wente und Wolfgang Cimera), verantwortlicher Redakteur ist Daniel Blum.

Bei dem Haus von Christoph Pöppinghaus in Böbing- Grambach handelt es sich um ein 1925 erbautes Herrenhaus. Erbauer war ein österreichischer Industrieller (mit Namen Dr. Günther) aus Wien, als Architekt fungierte Prof. Leixner, ebenfalls aus Wien.

„Es ist ein schlossähnliches, sehr großes Haus, was man in dieser Gegend nicht häufig antrifft“, verrät Pöppinghaus. Er ist beruflich im Bereich Immobilienentwicklung und -verwaltung tätig und seit rund 15 Jahren Besitzer dieses Herrenhauses. Eingebettet ist es in eine wunderbare Landschaft, und man hat einen unglaublichen Ausblick auf die gesamte Alpenkette, inklusive Zugspitze.

Hauptdarsteller Max Simonischek als Kommissar Lukas Laim.

„Das ZDF, beraten durch Location Scouts, ist ständig auf der Suche nach solchen Drehorten“, weiß Christoph Pöppinghaus. Im Jahre 2015 sei er angesprochen worden, gedreht wurde dann im November des gleichen Jahres. Er selber spiele aber in dem Film nicht mit, fügt Pöppinghaus lächelnd hinzu.

Michael Gretschmann

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