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Aufmerksam lauschten die Zuhörer den Ausführungen ihres Bürg ermeisters – an 130 Besucher waren gekommen.

Neujahrsempfang in Böbing  

Bauland, Breitband und wieder Mobilfunk

Baulandentwicklung im Innen- und Außenbereich, Breitbandausbau und Fortsetzung der Endlosplanung für den Mobilfunk: Böbings Bürgermeister Peter Erhard hat beim Neujahrsempfang in der Grundschule etliche Vorhaben für das neue Jahr angekündigt.

Böbing– „Wir sind auch für 2018 gut aufgestellt,“ sagte Erhard. So will die Gemeinde in den Ausbau der Breitversorgung 300 000 Euro investieren. Das sind unterm Strich 20 Prozent der tatsächlichen Kosten. Auf die Gesamtkosten von 1,5 Millionen Euro bekommt die Gemeinde 80 Prozent staatlichen Zuschuss, also rund 1,2 Millionen Euro. „Das Geld ist gut angelegt,“ findet Erhard.

Im März, dass steht jetzt schon fest, ist die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung im Gasthaus Haslacher, bei der die eingehenden Einwände für die jeweils vorgesehenen Mobilfunk-Standorte erneut abgearbeitet werden.

Vorgesehen ist in diesem Jahr zudem, dass so nach und sämtliche Straßenlampen auf LED umgerüstet werden. Ende dieses Schuljahres 2018 werden die beiden von der Rottenbucher Fachakademie für Sozialpädagogik angemieteten Klassenräume in der Grundschule wieder frei und danach zusätzlich für die Mittagsbetreuung der Grundschüler genutzt. Wie Rathauschef Erhard erläuterte, wurde 2017 eine Umfrage gestartet, bei der die Meinung der Eltern nach einer Ganztagsschule eingeholt wurde. „Das Interesse daran hielt sich in Grenzen.“ Den Grund dafür sieht Erhard in der seit Jahren gut laufenden Mittagsbetreuung, in die die Gemeinde nunmehr weiter investieren will.

Nahversorgung seiin Böbing gesichert

Geplant ist auch, im Rahmen der Dorferneuerung den Wegebau in Vorderkirnberg und in der Nähe des Granerhofs voranzutreiben. Was indes die Nahversorgung anbelangt, so sieht Erhard diese im Ort als gesichert an. Das liege auch daran, „dass Böbing, Gott sei Dank, mit Denkmälern sparsam bestückt ist“. Diese Bemerkung galt der Gemeinde Bernbeuren, in der es derzeit ein Hick-Hack über einen denkmalgeschützten Stadel gibt, der einem Supermarkt weichen soll. Erhard bemerkte dazu man müsse sich schon fragen ob man die die Denkmäler vor den Menschen schützen sollte oder ob man die Menschen vor den Denkmälern schützen müsse.

Der Bürgermeister bedankte sich bei all denen, die für ein harmonisches und erfolgreiches Zusammenleben in der 1650 Einwohner zählenden Gemeinde beigetragen haben. Dazu gehört auch Rosi Schmid’: „Sie sorgt mit wachsamen Augen dafür, dass im Dorf nichts herum liegt,“ sagte Peter Erhard und überreichte Rosi Schmid einen prächtigen Blumenstrauß. Dem Neujahrsempfang in der Grundschule vorausgegangen war der festliche Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg. Pfarrer Josef Fegg sagte beim Empfang, wer in der Kirche war, habe gemerkt, dass er das Thema „Zeit“ in den Mittelpunkt seiner Predigt gerückt habe. „Es ist also an der Zeit, dass wir füreinander da sind und auch Zeit für ein Ehrenamt in den Vereinen aufbringen“, so Fegg. Böbings Seelsorger erwähnte zudem, dass heuer sämtliche Fronleichnamsfahnen auf Vordermann gebracht werden müssen. „Die jetzt sind nicht mehr vorzeigbar.“ Fahnen würden schließlich das Selbstbewusstsein im Dorf präsentieren. „Wir wollen doch mit wehenden Fahnen durch das Dorf gehen.“ In Richtung der Vereinsvorstände meinte Fegg, „es wäre schön, wenn sich die Vereine an den Kosten beteiligen.“

In Böbing werden seit Jahren die Neujahrsempfänge im Wechsel von den Vereinen ausgerichtet. Diesmal war der Alpenverein an der Reihe. Vorsitzender Manfred Rudolf nutzte die Gelegenheit für einen kurzen Werbeblock des 59 Jahre alten Böbinger Alpenvereins. Dieser zählt 310 Mitglieder – das Jüngste ist drei Jahre, das Älteste 87 Jahre alt.

Walter Kindlmann

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