Dank seiner idyllischen Lage ist Böbing auch ein beliebter Ort für Touristen. Feriengäste aus ganz Deutschland kommen immer wieder und genießen Ruhe und Landschaft. foto: Schubert/Archiv

Serie zur Ortsentwicklung (5) 

Böbing überarbeitet Einheimischenmodell

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„Bauen, Bauen, Bauen und nochmal Bauen!“, fordert die Bayerische Staatsregierung von Städten und Gemeinden. Wohnraum wird im Freistaat immer knapper. Wir wollen in unserer Serie zur Ortsentwicklung von den 22 Kommunen aus dem Verbreitungsgebiet der Schongauer Nachrichten wissen, wie stark sie in den kommenden 20 Jahren wachsen möchten und können. Heute: Böbing.

Böbing – Die Gemeinde Böbing strebt nach Angaben von Bürgermeister Peter Erhard ein moderates Wachstum an, „damit die vorhandene Infrastruktur und die örtlichen Einrichtungen auch in Zukunft Bestand haben“.

Junge Familien und Senioren

Natürlich seien junge Familien in Böbing willkommen, versichert der Rathauschef. Der überschaubare Wohnungsmarkt setze hier aber seine natürlichen Grenzen. „Das Hauptaugenmerk liegt darin, junge Böbingerinnen und Böbinger im Ort zu halten“, betont Erhard.

Auch für Senioren ist in der Gemeinde gut gesorgt. Vom Arzt bis zur Nahversorgung sei alles verfügbar, so Erhard. Zudem würden sich zahlreiche Vereine und Organisationen um alle Altersgruppen kümmern. Obendrein stehe das „generationsübergreifende Wohnen“ schon länger auf der Agenda der Gemeinde, berichtet der Bürgermeister.

Einheimische

Das Böbinger Einheimischenmodell wird derzeit gründlich überarbeitet. „Damit die Vergabe von Bauland durch die Gemeinde auch in Zukunft EU-konform ist“, nennt der Rathauschef den Grund.

Bauland und Verdichtung

Bei der Ausweisung von Bauland möchte die Gemeinde flächenschonend vorgehen, aber so viel Grund bereitstellen, „dass der örtliche Bedarf gedeckt werden kann“, blickt Erhard voraus. Passieren soll das überwiegend in den Ortsbereichen Böbing und Pischlach. Aktuell stehen nach Angaben des Bürgermeisters von gemeindlicher Seite „einige Flächen“ in der Bauleitplanung. Zu möglichen Verkäufen macht er aber noch keine näheren Angaben: „Derzeit sind einige Planungen in Arbeit, aber noch nicht aussagekräftig bezüglich Anzahl und Flächen.“ Bauflächen in Privateigentum gebe es noch im überschaubaren Rahmen. Die Preise bewegen sich nach Angaben des Gutachterausschusses im Landratsamt in der Gemeinde zwischen 140 und 160 Euro pro Quadratmeter.

Eine so genannte Nachverdichtung, also das Auffüllen von Baulücken im Ort, ist nach Meinung des Bürgermeisters in Böbing in bestimmten Bereichen möglich. „Und sie wird auch schon seit Längerem bauplanungsrechtlich vollzogen“, macht Erhard klar.

Infrastruktur

Die Böbinger Infrastruktur hält der Rathauschef nicht nur für den derzeitigen Bedarf, sondern auch „für ein moderates Wachstum für ausreichend“. Für den täglichen Bedarf hält der Ort bekanntlich vom familiär geführten Edeka-Markt über Banken, Bäcker und Metzger alles bereit. Der Nachwuchs wird im Kindergarten betreut, die örtliche Grundschule bietet auch eine Mittagsbetreuung.

Gewerbeansiedlung

Die Gewerbeflächen verteilen sich in Böbing auf mehrere Standorte. In der Bauleitplanung befindet sich nach Angaben des Bürgermeisters derzeit eine Erweiterung im westlich vom Hauptort angesiedelten Ortsteil Pischlach.

Teil 4: Bernbeuren

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