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Vertragsunterzeichnung: Von links Klaus Strauß (Telekom), Bürgermeister Peter Erhard (Böbing), Ralph Niepel (Telekom) und Bürgermeister Markus Bader (Rottenbuch).

Vertragsunterzeichnung mit der Telekom

Meilenstein in der Breitbandversorgung für Böbing und Rottenbuch

Die Gemeinden Rottenbuch und Böbing erhalten einen Internet-Zugang komplett aus Glasfaserleitungen. Gestern haben die beiden Bürgermeister Markus Bader und Peter Erhard sowie Telekom-Vertriebsleiter Ralph Niepel die Verträge unterzeichnet. Zusammen liegen die Ausbaukosten bei rund 3,8 Millionen Euro.

Rottenbuch/Böbing – „Wir sind sehr froh, dass wir auf einen Schlag das gesamte Gemeindegebiet auf den neuesten Stand der Technik bringen können“, freut sich Rottenbuchs Bürgermeister Markus Bader. Böbings Bürgermeister Peter Erhard ist ebenfalls froh, dass die Gemeinde rechtzeitig vom Landes- auf das Bundesprogramm umgestellt hat. „Wir bekommen dadurch wesentlich mehr Förderung.“ Mit der Zuwendung durch den Freistaat Bayern sind es 80 Prozent der Ausbaukosten.

Im Einzelnen kostet der Ausbau in der Gemeinde Böbing rund 1,4 Millionen Euro. Der Bund beteiligt sich mit 844 000 Euro, das Land Bayern mit 280 000 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde (280 000 Euro) wird laut Erhard, mittelfristig über ein Darlehen finanziert.

Deutlich mehr kostet der Breitbandausbau in Rottenbuch. Hier liegen die Kosten bei 2,4 Millionen Euro. Die Zuwendung durch den Bund beträgt 1,45 Millionen Euro, die des Freistaates 480 000 Euro. Wie in Böbing wird auch der Eigenanteil der Gemeinde (480 000 Euro) über ein Darlehen finanziert.

„Wir werden das Projekt zügig umsetzen“, betonte Ralph Niepel bei Vertragsunterzeichnung im Rottenbucher Rathaus. Im Klartext bedeutet dies einen Abschluss der Planungsarbeiten Ende 2017, Abschluss der Breitbandausbauarbeiten Ende 2019. „Wenn das Wetter mitmacht“, schränkt mit Klaus Strauß der Leiter der Team-Projektierung und Baubegleitung ein. Es gebe für Telekom im Jahr 2019 viel zu tun, bis die Glasfaserleitungen verlegt sind, damit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde möglich werden.

In der Gemeinde Rottenbuch mit den 26 Ortsteilen und Einzelgehörten werden 30 Kilometer im Tiefbau realisiert. Dabei werden rund 33 Kilometer Glasfaser und 36 Kilometer Leerrohre neu geschaffen. Am Ende dieser Maßnahme sind 540 Haushalte und 60 Unternehmen mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s versorgt.

In Böbing sind es mit 21 Ortsteilen und Weiler etwas weniger. Immerhin 26 Kilometer im Tiefbau sind es auch noch. Dabei werden 15 Kilometer Glasfaser und 30 Kilometer Leerrohre neu geschaffen. Am Ende werden 165 Haushalte und 18 Unternehmen mit 50 Mbit/s versorgt.

In beiden Gemeinden werden 80 Prozent der Anschlüsse im Projektgebiet mit 100 Mbit/s oder mehr versorgt. Ralph Niepel betonte, dass dies die erste Vertragsunterzeichnung dieser Art bayernweit sei. „Ein Meilenstein.“ Die Vertragsunterzeichnung bedeute zugleich den offiziellen Start von Planung und Ausbau. Niepel versprach auch, bei sämtlichen Arbeiten schonend mit dem Gelände umzugehen. Das sei, sagt Klaus Strauß, in erster Linie der Verlege-Pflug, der zum Einsatz kommt. „Wir brauchen bei dieser Größenordnung die Unterstützung und vor allem eine gute Zusammenarbeit der Gemeinden.“ Hinsichtlich des Zeitplanes, Abschluss der Arbeiten Ende 2019, meinte Strauß: „Wenn das klappt, wäre das sehr sportlich.“

Walter Kindlmann

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