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So sieht das Konzept für den ökologischen Umbau von Teilen des Böbinger Gemeindewaldes aus.

Gemeinderat Böbing

Waldflächen fürs Ökokonto

Böbing - Die Gemeinde Böbing will Teile ihres Gemeindewaldes ökologisch umbauen. Bisher forstwirtschaftlich genutzte Flächen werden dabei nicht aus der Nutzung genommen. Nun hat der Gemeinderat der Konzeption zur ökologischen Aufwertung des Gemeindewaldes zugestimmt.

„Wir übernehmen mit dem Umbau unseres Waldes eine Art Vorreiterrolle,“ sagte Bürgermeister Peter Erhard. Die Gemeinde verfügt über 16 Hektar Wald. Nach einer Waldbegehung am 28. April wurde das für Böbing mögliche Konzept erarbeitet. Danach eignen sich vier Hektar für den ökologischen Umbau.

Die Grundlage für die notwendigen naturschutzfachlichen Eingriffe bildet die „Bayerische Kompensationsverordnung“ (BayKompV). Die Verordnung regelt Inhalt, Art und Umfang von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Im Gemeindewald Böbing wurden sechs Flächen als so genannte Kompensationsflächen festgelegt. Mit unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten zur Waldrandgestaltung, Waldumbau und Aufwertung von Nassstandorten sowie der Entwicklung eines Sumpfwaldes.

Werden allerdings Kompensationsmaßnahmen umgesetzt, muss die Fläche so lange zur Verfügung stehen, wie der entsprechende Eingriff wirkt. Maßnahmen haben je nach dem zuvor festgelegten Entwicklungsziel unterschiedliche Auswirkungen auf die Bewirtschaftung des Waldes. Bei einer Waldrandgestaltung entfällt die bisherige Holznutzung auf der Fläche, ebenso bei einem Nutzungsverzicht. Ganz anders verhält es sich bei der Bereitstellung von Biotopbäumen oder dem Waldumbau. Auf diesen Flächen ist eine Holznutzung und Bewirtschaftung möglich.

Das Böbinger Gremium war sich einig

Generell gilt, das machte Gemeindechef Erhard deutlich, dass der festgelegte Entwicklungszustand erreicht und gehalten werden muss. Nach Anerkennung des Ökokontokonzeptes für die beantragten Teilflächen durch die Untere Naturschutzbehörde werden die Flächen als „Flächenpool“ des Ökokontos eingebucht. Was bedeutet, dass die Gemeinde Maßnahmen vorgezogen durchführen kann. Zweiter Bürgermeister Hans Erhard „ist davon angetan, dass künftig keine landwirtschaftlichen Flächen mehr als Ausgleichsflächen mehr vorgehalten werden müssen“.

Nicht angetastet werden die Flächen am Waldkindergarten und an der gemeindlichen Kläranlage. „Da darf nichts verbaut werden“, meinte der Bürgermeister. Ansonsten findet Erhard das Konzept für den Umbau einiger Waldflächen zum Öko-Sparbuch werden zu lassen schlichtweg hervorragend. „Wir sollten diese Chance nutzen und eigene Waldflächen in das Ökokonto einbringen.“

Geschlossen stimmte der Böbinger Gemeinderat dem Konzept zu.

Walter Kindlmann

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