Robert Eder ist der Vorsitzenden des Böbinger Haushaltsausschusses. Wk

Böbinger Haushalt konservativ geplant

Böbing - 3,55 Millionen Euro beträgt Böbings Haushalt in diesem Jahr - und liegt damit rund 350 000 Euro unter dem des Vorjahres.

Für Böbings Bürgermeister Peter Erhard steht der Haushalt für dieses Jahr „auf gesunden Beinen“. Der Griff in die Rücklagen ist zu verkraften. Knapp eine Million Euro hat die Gemeinde dort angespart, eine gute halbe Million Euro bleiben auch nach der Entnahme von 490 000 Euro noch im Sparstrumpf.

2,35 Millionen Euro beträgt der Verwaltungshaushalt, 1,2 Millionen der Vermögenshaushalt. Der Bürgermeister der 1200 Einwohner zählenden Gemeinde freut sich vor allem darüber, dass die Gemeinde mit derzeit noch 442 000 Euro Schulden „im Vergleich zu vielen anderen Kommunen finanziell hervorragend dasteht“.

An Ausgaben mangelt es der Gemeinde auch in diesem Jahr nicht: Allein die Landkreisumlage beträgt bei einem Hebesatz von derzeit noch 56 Prozentpunkten satte 761 000 Euro. 56 Prozent bedeuten, dass die Gemeinde von jedem eingenommenen Euro 56 Cent an den Landkreis abführen muss. Dazu kommt die Gewerbesteuerumlage mit weiteren 110 000 Euro. Für Schule und Kindergarten bleiben nach Berücksichtigung aller staatlichen Zuschüsse immer noch 331 000 Euro, die von der Gemeinde aufzubringen sind. Damit, so Erhard, werde deutlich, welch hohe Wertschätzung die Kinder in Böbing genießen.

An die Verwaltungsgemeinschaft muss Böbing weitere 175 000 Euro abführen. Für den Kauf von Grundstücken benötigt die Gemeinde 190 000 Euro, denen für den Verkauf bezahlter Grundstücke 260 000 Euro gegenüber stehen. 440 000 Euro haben die beiden Kämmerer Hannes Scheifele und Peter Vogt für die Erschließung von Grundstücken, den Ausbau der Raiffeisenstraße und für die Anbindung des Gewerbegebietes im Pischlach eingeplant.

Für die Heizung der Schule werden 180 000 Euro, für die Empore in der Bücherei 15 000 Euro benötigt. Bei all diesen Ausgaben nehmen sich die 5000 Euro für die Urnengräber auf dem Friedhof bescheiden aus. „All’ diese Ausgaben sind sehr konservativ geplant worden“, so die Zusammenfassung von Peter Erhard. Die allesamt nicht möglich wären, wenn nicht auch ordentlich Geld in die Gemeindekasse käme.

Allein der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer beträgt 680 000 Euro. Hierbei erhalten die Gemeinden einen Anteil von 15 Prozent der im Gemeindegebiet erzielten Einkommenssteuer. Die Schüsselzuweisung vom Land bringt weitere 473 000 Euro in die Kasse. Bei der Gewerbesteuer rechnet die Gemeinde heuer vorsichtig mit rund 300 000 Euro. Das hatte sie auch im vorigen Jahr so kalkuliert, am Jahresende waren es 530 000 Euro. Weitere 100 000 Euro erwartet die Gemeinde bei der Grundsteuer B. Deutlich weniger bei der Grundsteuer A. Aber 35 000 Euro haben die Kämmerer dennoch schon mal dafür angesetzt.

Es handelt sich heuer um einen Haushaltsplan, an dem die Gemeinderäte nicht das geringste auszusetzen hatten. Robert Eder, dem Vorsitzender des Haushaltsausschusses, war es vorbehalten, die einzelnen Positionen im Haushaltsplan in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu erläutern. Geschlossen hat das Gremium dem Haushaltsplan 2015 zugestimmt.

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