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Über solche Verteilerkästen wird das Apfeldorfer Unterdorf mit bis 30 MBit-schnellem Internet versorgt.

Breitbandausbau

Apfeldorf in der Champions League

Apfeldorf - Die Gemeinde Apfeldorf hat mit der Telekom den Vertrag zum Breitbandausbau unterzeichnet. Bis Ende 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Einige Ortsteile wie das Neubaugebiet Esele können dann mit einer Geschwindigkeit bis zu 200 MBit pro Sekunde zu surfen. Andere dagegen wie das Unterdorf müssen sich mit über 30 MBit pro Sekunde begnügen – vorerst.

Zur Vertragsunterzeichnung war Ralf Niepel, kommunaler Ansprechpartner der Telekom, ins Rathaus gekommen. Niepel bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und prognostizierte: „Mit dieser Technik spielt Apfeldorf in der Champions League.“

Für das Oberdorf, Grubmühle, Klafthof, Apfeldorf-Wies, Apfeldorfhausen und das Esele mag das sicher so sein: Dort wird das Glasfaserkabel bis zur Haushaltsgrenze gelegt. Wenn ein Haushalt dies wünscht, kann er sich den sogenannten FTTH-Anschluss einbauen lassen, der etwa 600 Euro kostet.

Die Geschwindigkeit, die mit dieser Technik möglich ist, ist tatsächlich sehr schnell – für heutige Verhältnisse. „Es war ein harter Kampf, bis sich der Gemeinderat zu dieser Entscheidung durchgerungen hat“, sagte Bürgermeister Georg Epple. Die Beauftragung der Telekom betreffend ist Epple optimistisch: „Die sind doch vom Fach, das ist ihr Hauptgeschäft.“

Es gibt noch Verbesserungspotenzial

Für die Bewohner im Apfeldorfer Unterdorf wird sich jedoch nicht viel ändern: Da dieser Bereich von der Telekom bereits mit Kupferkabel erschlossen worden ist, sind dort bereits 30 MBit pro Sekunde möglich – was auch nicht wirklich langsam ist. Doch dieser Status des Ausbaus ist derzeit nicht förderfähig. Epple sieht aber auch hier Verbesserungspotenzial, man müsse nur etwas Geduld haben: „Es wird sicher ein erneutes Förderprogramm geben, davon bin ich überzeugt.“

Rund 16 Kilometer Glasfaserkabel wird die Telekom in den kommenden Monaten in Apfeldorf vergraben. In diesem Jahr werde es sicher nichts mehr mit dem Ausbau, so Epple. Er rechne mit dem Abschluss der Arbeiten gegen Ende des Jahres 2017. Zumindest könne man sich bis dahin auch beim Unterdorf schon Gedanken machen, wo Leerrohre liegen und wo es Sinn mache zu graben: „Wir müssen schließlich auch die Weichen für die Zukunft stellen.“

Rund 350.000 Euro Gesamtkosten

Nur durch die Aufteilung der Ortsteile kann die Gemeinde Apfeldorf überhaupt an dem bayerischen Förderprogramm in Sachen Breitbandausbau teilnehmen – und den Höchstfördersatz von bis zu 80 Prozent in Anspruch nehmen. Dadurch muss Apfeldorf von den rund 350.000 Euro Kosten nur etwa 70.000 Euro Eigenanteil übernehmen.

Klaus Mergel

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