Bruder Klaus wird auf seiner Pilgerreise nach Rom im Etappenziel Schongau von Stadtpfarrer Bernhard Mooser (rechts) und Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl begrüßt. Foto: mg

Bruder Klaus auf Pilgerreise: 1600 Kilometer für die Einheit der Kirche

Schongau - 13 Kilogramm ist sein Rucksack schwer, aber diese Last spürt Bruder Klaus kaum noch: Der 42-Jährige aus dem St.Wigberti-Kloster ist auf einem 1600 Kilometer langen Fußmarsch nach Rom.

Der Weg führt über die Via Romea, einem Pilgerweg, der von Stade bis in die Ewige Stadt führt und an dem auch die Stadt Schongau liegt. Ein Drittel des Weges hat Bruder Klaus mit dem Erreichen der Lechstadt bereits zurückgelegt.

„Ich wollte immer schon pilgern“, erzählt der 42-Jährige, der auch den Jakobsweg nach Santiago de Compostela (Spanien) bereits bewältigt hat. Diesmal - auf der Via Romea - geht es ihm speziell darum, ein Zeichen zu setzen für die Einheit der Kirche.

Rund 20 bis 40 Kilometer legt Bruder Klaus täglich zurück, und er hat bereits viele positive Erfahrungen gesammelt. „Es gibt viele gute Menschen auf dieser Welt“, sagt er und berichtet von Leuten, die ihm in seinem Anliegen unterstützen und auch Quartier gewähren, so dass er nicht immer im Zelt, das er im Rucksack mitschleppt, übernachten muss.

In Schongau hat Bruder Klaus im Pfarrhaus von Mariae Himmelfahrt eine Möglichkeit zur Nächtigung erhalten, nachdem er eine 38 Kilometer lange Etappe von Landsberg bis Schongau zurückgelegt hatte. Der 42-Jährige ist immer froh, wenn er mit Leuten ins Gespräch kommt, „denn wenn man tagelang allein unterwegs ist, überfällt einen manchmal die Einsamkeit“. In Schongau ist Bruder Klaus nicht nur von Stadtpfarrer Bernhard Mooser begrüßt worden, sondern auch von Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl, der zu den Gründungsmitgliedern der Via Romea („Romweg“) zählt.

Die beiden Projektleiter Uwe Schott (Deutschland) und Giovanni Casselli (Italien) hatten im Oktober 2007 angeregt, den Romweg von Abt Albert aus Stade zu erforschen und bei Erfolg zu beantragen, dass er von der Europäischen Union als europäischer Kulturweg anerkannt wird. Das Gründungstreffen des Vereins „Rompilgerweg Abt Albert von Stade“ fand dann am 30. Januar 2009 in Hornburg am Harz statt.

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