Aktuell 40 000 Werke umfasst der Bestand des Lions-Clubs momentan. foto: archiv

Lions-Club sucht neue Räume

Rausverkauf beim Büchermarkt

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Seit 20 Jahren stöbern Bücherfreunde regelmäßig beim Lions-Büchermarkt in Peiting. Nun ist vorab erst mal Schluss, bis der Club neue Räume gefunden hat. Davor gibt’s einen großen Rausverkauf.

Peiting – Wenige Jahre nach der Gründung des Lions-Clubs im Jahr 1993 hatte der mittlerweile verstorbene Horst Schmidt die zündende Idee: Mit einem Büchermarkt am Peitinger Marktsonntag sollen Leseratten mit dem neusten Stoff versorgt werden. Ganze Stapel an Bücherspenden nimmt der Club dafür entgegen. Allein im Oktober vergangenen Jahres haben die Helfer rund 20 000 Bücher am Marktsonntag in den Regalen der Räume im alten Bundeswehrgelände in der Bahnhofstraße aufgereiht. Ein Fest für alle Literaturfreunde. Schließlich können sie sich hier stets für wenig Geld mit den neusten Schmökern ausstatten. Und damit auch noch etwas Gutes tun. Mit dem gesamten Erlös werden nämlich stets soziale und kulturelle Projekte gefördert.

Rund 80 000 Euro hat der Lions Club durch den Verkauf bereits an Spenden eingenommen und weitergereicht. Doch die rund 20 Jahre lange Tradition scheint nun erstmal zum Erliegen zu kommen. Grund: Das alte BW-Gebäude wird abgerissen, dort soll im Zuge der Aufwertung der Bahnhofstraße unter anderem sozialer Wohnraum entstehen.

„Wir wissen schon länger, dass wir raus müssen, hatten sozusagen eine Galgenfrist“, sagt Ulrike Ramsauer, Pressesprecherin des Clubs. Neue Räume hätten sich aber noch nicht gefunden. „Wir können nämlich keine Miete zahlen, da wir unentgeldlich tätig sind und unsere Einnahmen 1:1 abgeben“, so Ramsauer weiter. Die Ehrenamtlichen sind auch nicht zimperlich: Im Bundeswehr-Keller habe es zum Beispiel nicht einmal eine Heizung gegeben. „Wir sind das gewohnt und brauchen keinen Komfort“, sagt Ramsauer im Hinblick auf eine mögliche Bleibe für das Leseangebot. Wie die Pressesprecherin erzählt, werden einige Bücher in dem Stadel eines Lions-Club-Mitglieds zwischengelagert. „Dort sollten sie aber auch nicht lange liegen, davon werden sie nicht besser.“ Es werde also händeringend eine Örtlichkeit gesucht, an dem der Club seinen Büchermarkt fortführen kann. „Vielleicht hat ja jemand eine alte Jugendstil-Villa, die leersteht“, scherzt Ramsauer.

Nun geht aber erst einmal eine Ära zu Ende. Der Lions-Club macht einen Rausverkauf. Da kein Marktsonntag stattfindet, ist der Termin auch nicht an einen Sonntag gebunden. Termin ist am Samstag, 18. Februar. Buchkäufer, die in Ruhe stöbern möchten, haben die Gelegenheit von 9.30 Uhr bis 12 Uhr. Ab 12 Uhr gibt es dann großzügige Rabatte. Die ohnehin nicht teuren Bücher werden dann noch einmal um 50 Prozent reduziert. Einen regelrechten Rausverkauf gibt es dann ab 15 Uhr. Gegen eine Spende, die der Käufer selbst vorschlägt, kann er seine Bücher mitnehmen. Es ist also wichtig, dass alle Interessenten Taschen und Körbe mitbringen.

Der Club bittet um Verständnis, dass momentan keine weiteren Bücher angenommen werden können – bis wieder Räumlichkeiten gefunden worden sind.

„Wir sind der Marktgemeinde Peiting sehr dankbar, dass wir so lange die Räume in der Bahnhofstraße nutzen dürften“, sagt er.

Ideen oder Angebote

für eine neue Bleibe nimmt Christian Gößwald unter Telefon 08861/8000 entgegen.

Sabine Krolitzki

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