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Die Bürger informierten sich über den Bürgerverein am Lech

Lechhalle Lechbruck

Bürgerverein sucht weitere Mitglieder

Es sind Bürger aus den vier Gemeinden Bernbeuren, Prem, Steingaden und Lechbruck, die sich ohne bürokratische Hürden gegenseitig unterstützen und helfen, wenn Not am Mann ist. Genau deswegen wurde der Bürgerverein am Lech ins Leben gerufen. Hilfesuchende und Helfende sind Mitglied im Verein. Derzeit sind es 338 Mitglieder, 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

echbruck – Für die Arbeit im Bürgerverein ist viel Engagement und auch eine Menge Motivation notwendig. „Sie stehen bereit, gemeindeübergreifend.“ Das machte mit Peter Graf von der Schulenburg der erste Vorsitzende des Vereins in der Jahresversammlung in der Lechbrucker Lechhalle deutlich. Er entschuldigte sich fast zu Beginn der Versammlung, als er sagte: „Ich muss Sie jetzt mit den formalen Dingen einer Hauptversammlung quälen.“ 1379 Helferstunden und 378 Stunden mit geschulten Helfern waren es im vorigen Jahr. 3814 Kilometer haben sie dabei mit ihren Pkw zurückgelegt. Beim Essen auf Rädern, „Frisch gekocht für Sie“ wurden im vorigen Jahr 6000 Menüs in die Häuser und Wohnungen der Empfänger in die vier Mitgliedsgemeinden geliefert. Die Bitte des seit 2017 amtierenden Vorsitzenden: „Wir brauchen mehr Abonnenten, damit wir den Preis für ein dreigängiges Menü (6,90 Euro) beigehalten können.“ Und er bat, darum, Reklame zu machen.

Bei den Bürgermeistern der vier Mitgliedsgemeinden, Herbert Sieber, Xaver Wörle, Helmut Angel und (in Abwesenheit) Martin Hinterbrandner sowie bei Altbürgermeister Heimo Schmid bedankte sich der Graf für die stets wohlwollende Unterstützung das ganze Jahr hindurch. „Sie haben uns mit Ideen sehr geholfen.“ Die Angebote für Hilfesuchende durch Helfende des Bürgervereines sind vielfältig: Mobile Begleitdienste zum Arzt, zu Behörden oder zum Einkaufen, Entlastung betreuender Angehöriger, Unterstützung im Haushalt und handwerklicher Hilfen rund ums Haus, sowie Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfe, die Versorgung von Haustieren und die Versorgung Bedürftiger über die Tafel.

Helmut Angel, er sprach für die Bürgermeister der vier Mitgliedsgemeinden, räumte ein, dass es schwierig sei, Leute aus den vier Gemeinden zusammenzubringen. Das Ziel sei doch, dass die Menschen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben können. Auch er warb für weitere Mitglieder im Verein. „Macht’s Werbung.“

In Abwesenheit von Gerda Steininger übernahm zweiter Vorstand Wilfried Götz den Kassenbericht. Einnahmen 91 500 Euro. Ausgaben 89 360 Euro. Der Kassenstand am Ende des Jahres 2017 war mit 10 130 Euro überschaubar. „Man sieht, dass da einiges bewegt worden ist,“ meinte Wilfried Götz. Claudia Lenz-Reckers informierte die Mitglieder darüber, dass vom 9. April bis 25. Juni weitere Alltagshelfer im Umgang mit Demenzkranken, der Hygiene im Haushalt und in der Alltagspflege Hilfsbedürftiger geschult werden. Ein „Erste Hilfe Kurs“ wird an dene beiden Tagen 12. und 26. März angeboten.

Rückblick und Ausblick: Peter Graf von der Schulenburg

Peter Graf von der Schulenburg machte in seinem Ausblick noch einmal deutlich: „Wir organisieren Hilfe für alle Gemeindemitglieder, ob alt oder jung.“ Die Unterstützung könnte kurzfristig, einmalig oder auch regelmäßig erfolgen. Der Mitgliedsbeitrag für eine Person liegt übrigens bei 30 Euro im Jahr. Paare bezahlen 45 Euro. Schüler, Studenten und Auszubildende zahlen nur einen symbolischen Euro. Körperschaften und Institutionen dagegen 100 Euro pro Jahr.

Walter Kindlmann

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