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Über 100 Besucher kamen zur Bürgerversammlung . Kritische Fragen stellten sie nicht. Die Landrätin Andrea Jochner-Weiß (re.) informierte über Tätigkeiten im Landkreis. 

Bürgerversammlung Böbing

Zufriedene Bürger haben keine Kritik

Breitbandausbau, Mobilfunk, Kauf, Ausbau und Sanierung des Kindergartens, Straßenausbaubeitragssatzung, Erschließung von Bauland, Straßen- und Wegebau. Darüber hat Bürgermeister Peter Erhard auf der Bürgerversammlung in Böbing informiert.  

Böbing – Eine Bürgerversammlung gehört zu den schönen Aufgaben eines Bürgermeisters. Da kann er darüber berichten, was der Gemeinderat in den 14 Sitzungen mit den 219 Tagesordnungspunkten, davon 120 in öffentlichen und 99 in nichtöffentlichen Sitzungen, das Jahr über für die Gemeinde so alles fertig gebracht hat. Und wenn dann am Ende der Bürgerversammlung keine kritischen Fragen aus den Reihen der Besucher kommen, wie am Donnerstagabend, ja dann ist der Abend für den Bürgermeister, der dazu „ a bissl was zamgschrieben hat,“ perfekt.

Die besondere Information: Statt der anderswo obligatorischen Pro-Kopf-Verschuldung hat Böbing ein Pro-Kopf-Guthaben von mittlerweile 540 Euro.

Die Straßenausbaubeitragssatzung, die der Gemeinderat im vorigen Jahr erlassen hat, ist zwar noch nicht abgeschafft, sie wird aber nicht angewendet. In Böbing hätte es deswegen auch nie einen Aufschrei gegeben. „Wir haben sie nur erlassen, weil das Landratsamt damit gedroht hat, uns sonst den Haushalt nicht zu genehmigen,“ erklärte Erhard.

Auch zum Thema Kindergarten gab es Neuigkeiten. Die Gemeinde kauft heuer noch den Kindergarten St. Hedwig. Der Preis beläuft sich auf 660 000 Euro. Das Obergeschoss wird komplett entkernt und für zwei Gruppen ausgebaut. Die Kosten betragen nochmals 400 000 Euro.

Zum Thema Bauland versprach Bürgermeister Erhard, dass man an vielversprechenden Flächen dran sei, um Böbings Bürger mit Bauland zu versorgen. So in den Neubaugebieten „Ammerblick“ neun, „Im Luß“ sind es sieben, am Kinderheim zwei und in „Pischlach-Moos“ weitere zwei Grundstücke. „Wir gehen mit dem hohen Gut Landschaft sehr sorgsam um,“ meinte Böbings Bürgermeister und streifte das Thema Mobilfunk, das die Gemeinde seit 2014 beschäftigt nur kurz. Der Gemeinderat habe dazu jedenfalls seine Hausaufgaben gemacht. „Ich hoffe, dass diesmal der jüngst eingereichte Teilflächennutzungsplan genehmigt wird.“

Der Gemeindechef informierte über den Fremdenverkehr, über die für 180 000 Euro in die Grundschule neu eingebaute Heizanlage, über die Kläranlage und die Grüngut-Sammelstelle und darüber, dass die Feuerwehr 2019 für 170 000 Euro ein neues TSFL bekommt und bei der Ausschüttung aus dem Topf der Bürger Stiftung im September der Münchner Pfarrer Rainer Schiessler als Redner gewonnen werden konnte.

In die Bürgerversammlung war auch die Ehrung von Florian Huber, der in der Nutzfahrzeugtechnik Innungssieger geworden ist, eingebunden. „Man muss die jungen Leut in den Vordergrund stellen, die sich durchgebissen haben,“ sagte Erhard in seiner Laudatio und überreichte dem jungen Huber ein Kuvert mit Inhalt,“ den du gut gebrauchen kannst.“

Am Ende bedankte sich Erhard „für das gute Miteinander im Dorf“ und bei all denen, die zum guten Dorfleben beigetragen haben. „Ich bin stolz auf Euch.“

Walter Kindlmann

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