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„Beim Breitband bald in 1. Bundesliga“

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Von: Jochen Schröder

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Tobias Fuhrmann
© Rund 100 Zuhörer verfolgten im Gasthaus Schäferwirt in Schwabbruck die Bürgerversammlung. Ein paar weniger waren es ab 20.50 Uhr, weil die Feuerwehr zu einem schweren Unfall gerufen wurde.

Internet-Breitbandausbau, Hochwasserschutz und neues Baugebiet: Sachlich sind bei der Bürgerversammlung in Schwabbruck die aktuellen und anstehenden Themen im Schönachdorf abgehandelt worden – mit einem Aufreger.

Schwabbruck – In der flächenmäßg mit Abstand kleinesten Gemeinde im Landkreis Weilheim-Schongau, in Schwabbruck, geht alles geordnet seinen Weg. Bürgermeister Norbert Essich berichtete jetzt im Gasthaus Schäferwirt vor rund 100 Bürgern über die wichtigsten Aktivitäten und der Gemeinde im vergangenen Jahr und blickt dabei auch auf noch Kommendes voraus.

Viele viele Zahlen hat Essich in seinem Jahresbericht den Bürgern via Power-Point-Vortrag präsentiert: Die derzeit 982 Schwabbrucker leben in 374 Haushalten, wohnen in 263 Häusern und befahren neun Kilometer Gemeindestraßen. Im vergangenen Jahr gab es bei elf Geburten und drei Hochzeiten auch 13 Todesfälle zu beklagen, was auch dem im Ort ansässigen Seniorenheim geschuldet ist. „Im neuen Jahr haben wir auch schon zwei Geburten und eine Hochzeit gefeiert“, so der Schwabbrucker Rathauschef.

Erfreulich beim Blick auf den gemeindlichen Haushalt: Im vergangenen Jahr hat Schwabbruck rund 10 000 Euro Schulden abgebaut, die Pro-Kopf-Verschuldung sank von 72 auf 63 Euro. „In diesem Zusammenhang möchte ich dem Gemeinderat für die immer gute und konstruktive Zusammenarbeit danken“, sagte Essich mit Blick auf die anwesenden Gemeinderäte.

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Auszeichnung: (v.l.) Bürgermeister Norbert Essich, 2. Kommandant Florian Stengele, Kreisbrandmeister Johann Deschler und Kommandant Hubert Pfettrisch (re.) zeichneten Hubert Waibel für 25-jährige Mitgliedschaft aus. © Tobias Fuhrmann

Eines der wichtigsten Projekte in Schwabbruck ist derzeit der Internet-Breitband-Ausbau auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde, der im vollen Gange ist. Kostenpunkt: Rund 900 000 Euro, wobei dank behördlicher Förderung nur 326 000 bei der Gemeinde hängen bleiben. „Wenn beim Breitband alles so kommt, wie es soll, spielen wir in Sachen Internet bald in der 1. Bundesliga“, so Essich erfreut.

Und da nun auch der letzte freie Bauplatz im Baugebiet am Eschbach vergeben ist, fügt es sich gut, dass die Planungen für das angedachte Baugebiet am südwestlichen Ortsrand an der Burggener Straße im Gange sind, wie Essich ausführte: „In der vergangenen Woche haben die geologische Bodenuntersuchungen und die Tiefenbohrungen stattgefunden. Die Ergebnisse erwarte ich in der kommenden Woche“, sagte der Schwabbrucker Bürgermeister.

Aber mit diesem Baugebiet können nicht alle Schwabbrucker leben, da es – laut früherer Gutachten und Untersuchungen – in einer Hochwasser-Rückhaltezone liege. „Ich fordere Sie auf, alles zum Schutz der Bürger zu tun: Keine Bebauung im geplanten Baugebiet, ohne Realisierung der nötigen Hochwasser-Schutzmaßnahmen an der Schönach“, sagte Jochen Trump in seiner Stellungnahme.

„Unser Ziel ist es, beim Hochwasserschutz etwas Sinnvolles zu machen, von dem alle profitieren“, konterte Essich und verwies auf die geplante, interkommunale Hochwasserschutz-Zusammenarbeit der Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt. „Aber wir müssen den Hochwasserschutz und ein neues Baugebiet parallel angehen. Und bitte glauben Sie mir und dem Gemeinderat, dass wir keinen im Regen bzw. im Wasser stehen lassen. Wenn die Ergebnisse der Bodenuntersuchung ergeben, dass es nicht geht, machen wir es auch nicht.“ Zumal auch nur ein geringer Teil des angesprochenen Gebietes für eine Bebauung vorgesehen sei.

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