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Vertieft in die ausliegenden Infoblätter zum Haushalt und allen wichtigen statistischen Daten der Gemeinde Schwabsoien waren die anwesenden rund 100 Zuhörer.

Bürgerversammlung

Schwabsoien soll in gesundem Maß wachsen

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Schwabsoien – Große und wichtige Projekte hat Schwabsoien in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht. Jetzt wird daran gearbeitet, den Schuldenstand zu senken und den Ort weiter attraktiv zu halten.

1374 Einwohner zählt die Gemeinde Schwabsoien derzeit. „Trotz aller Wegzüge und Sterbefälle verzeichnen wir seit 2014 ein kleines, aber stetiges Wachstum“, sagte Schwabsoiens Rathauschef Siegfried Neumann vor den rund 100 Zuhörern bei der Bürgerversammlung in der örtlichen Gemeindehalle.

Hat gut Lachen angesichts der aktuellen Lage: Bürgermeister Siegfried Neumann.

Und dass der Ort weiterhin für die Einwohner sowie die ansässigen Betriebe und Firmen attraktiv bleibt, lasse sich laut Neumann an der Einkommenssteuerzahl ablesen: „Die war bei uns in den vergangenen Jahren fast immer doppelt so hoch und wichtig als die Gewerbesteuer“, so der Rathauschef. Ein Zeichen und Beleg dafür wie wichtig es sei, „viele Personen in Arbeit zu haben. Und wir haben hier im Ort alles, vom Ein-Mann-Betrieb über mittelständische Handwerksbetriebe bin hin zu Großunternehmen“, sagte Neumann stolz. „Das ist die Basis dafür, dass wir so dastehen, wie wir dastehen.“

Mit einem leichten Plus von rund 390 000 Euro auf dem Konto wird man in Schwabsoien das diesjährige Haushaltsjahr abschließen. Nachdem in den vergangenen Jahren viel Geld in Hand genommen worden sei für die Großprojekte Gewerbegebiet, neues Feuerwehrfahrzeug Schwabsoien und neues Feuerwehrhaus Sachsenried, „werden wir uns jetzt bemühen, wieder mehr Geld den Rücklagen zuzuführen“, so der Bürgermeister.

Stichwort Trinkwasserversorgung: Zur Kenntnis genommen hat die Gemeinde Schwabsoien, dass die Nachbarn aus Denklingen bei einer Probebohrung im Stubental im Sachsenrieder Forst fünfig geworden ist, diese Quelle also als das neu-vorgeschriebene zweite Standbein der Trinkwasser-Versorgung nutzt. „Diese neue Quelle ist aber keine Gefahr für unsere Trinkwasser-Versorgung bzw. unser Schutzgebiet“, stelle Neumann fest. Die Gemeinde Schwabsoien werde sich ihrerseits als zweites Standbein der Trinkwasser-Versorgung an die Leitung aus dem Schongauer Heiliggeist-Wald anschließen.

Zur Wohnsituation: „Alle Plätze in unseren Baugebieten sind verkauft“, sagte Neumann. Jetzt sei man gefordert, im Ortskern Möglichkeiten für neuen Wohnraum zu finden. „Der Gemeinderat ist dazu mehrgleisig in Gesprächen“, versicherte der Rathauschef.

Eine Möglichkeit für neuen Wohnraum ist sicherlich auch der ehemalige Gasthof Post in der Ortsmitte: „Bei dem waren wir im vergangenen Jahr angesichts der Flüchtlingswelle genötigt, ihn zu kaufen“, erinnerte Neumann. Umbaupläne und Handwerkertermine wären auch schon fix gewesen. „Und jetzt, da die Verteilung der Asylsuchenden vom Landkreis auf die Regierung von Oberbayern übergegangen ist, müssen wir nun hier im Ort keine Asylsuchenden mehr unterbringen. Jetzt müssen wir uns andere Gedanken machen, was mit dem Haus weiter geschieht.“

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