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Gottes Segen gab dem neuen Brunnen in der Tannenberger Ortsmitte Pfarrer Joachim Schnitzer.

Tannenberger hatten zwei Gründe zum Feiern

Tannenberger feiern neuen Brunnen und ein Feuerwehr-Jubiläum

Tannenberg - Die Tannenberger hatten am Wochenende gleich zwei Anlässe zum Feiern. Zum einen wurde der neue Dorfbrunnen geweiht, zum anderen stand das 40-jährige Freundschaftsjubiläum mit der Freiwilligen Feuerwehr aus Pinswang auf dem Programm.

Dunkle Wolken über Tannenberg. Dennoch entschieden sich zweiter Bürgermeister Albert Bißle und Feuerwehrkommandant Markus Welz für die Feldmesse auf dem Dorfplatz. Es war eine gute Entscheidung.

Pfarrer Joachim Schnitzer segnete den Brunnen und erteilte den Schlusssegen, die Burggener Musikkapelle hatte noch Zeit, am Ende des Gottesdienstes die Bayernhymne zu spielen. Und auch für den Rückmarsch des Kirchenzuges vom Dorfplatz zum Festzelt blieb es noch trocken. Aber kaum waren die Leute ins Festzelt eingesickert, begann es zu regnen.

Tannenberg, bis ins Jahr 1978 eine eigenständige Gemeinde, hat nach 50 Jahren wieder einen eigenen Dorfbrunnen. „Burggen hat einen neuen Dorfbrunnen, das ist doch schön, wenn jetzt auch Tannenberg wieder einen eigenen Dorfbrunnen hat“, sagte Burggens Bürgermeister Joseph Schuster bei der Einweihung.

Im Übrigen, so Schuster, verbinde Wasser ohnedies die beiden Orte. Wasser fließt von Tannenberg über den Eschenbach ins Rückhaltebecken nach Burggen, und von dort über den Steinbach in den Lech. Albert Bißle sagte, „wir wollten wieder einen Dorfbrunnen. Aber dort, wo der früher stand, nicht mehr.“

Bis 1966 stand der Brunnen nämlich mitten auf dem Dorfplatz. Nicht immer zur Freude der Landwirte, die es nicht leicht hatten, ihre Gespanne um den Brunnen herum zu bugsieren, ohne selbigen wegzuräumen. Das taten später einige kräftige Mannsbilder. Als Bürgermeister Georg Kempter auf Dienstreise in München war, räumten sie das leidige Hindernis einfach weg.

Die Feuerwehrler aus Burggen und Pinswang marschierten natürlich auch im Kirchenzug mit. Deren 40-jährige Freundschaft wurde ausgiebig gefeiert.

Jetzt waren Heini Schropp und Albert Bißle die treibenden Kräfte, die sich für einen neuen Brunnen eingesetzt haben. Das Prachtstück mit dem Füssener Stadtwappen, zwei Meter lang und 75 Zentimeter breit, steht jetzt zwar immer noch auf dem Dorfplatz, aber nicht mehr in der Mitte, sondern abseits neben dem Bus- Wartehäuschen.

Über Spenden Tannenberger Bürger sind die 2400 Euro für den Brunnen aufgebracht worden. „Schön, dass wir jetzt das Werk vollenden konnten, ohne dabei die Gemeindekasse zu belasten“, betonte Bißle.

Anlass zwei zum Feiern war die 40-jährige Verbundenheit der beiden Feuerwehren aus Tannenberg und Pinswang. Der damalige Kommandant Alfons Merk hatte diese länderübergreifende Freundschaft mit dem Pinswanger Kommandant Josef Müller geschlossen. Moritz Schropp hatte diese Freundschaft dann später weitergeführt.

Die ersten zehn Jahre trafen sich die Wehren jährlich. Einmal in Tannenberg, das andere Mal in Pinswang. Die letzten drei Jahrzehnte wurde dieser Rhythmus auf zwei Jahre ausgedehnt. „Ich hoffe, dass diese Freundschaft noch lange besteht“, sagte Burggens Markus Welz, der als Kommandant seit 2009 für die 36 aktiven Feuerwehrmänner und –frauen verantwortlich ist.

Zünftig war es nach dem Feldgottesdienst im Festzelt. Dazu beigetragen hat die Burggener Musikkapelle mit Dirigent Herbert Sprenzel. Die zuvor auch den Gottesdienst mit der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert musikalisch gestaltet hat.

Walter Kindlmann

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