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Um das Grundstück, das mit einem roten Kreuz gekennzeichnet ist, geht es bei der Bebauungsplanänderung. 

Gemeinderat Burggen

Dörflichen Charakter bewahren

Burggen –  Burggens Gemeinderat hat auf seiner Sitzung einer Erweiterung des Bebauungsplanes „Burggen Nord“ zugestimmt. Allerdings geht es dabei nur um ein freies Grundstück in der Größe von rund 1000 Quadratmetern, auf dem maximal zwei Wohneinheiten sowie eine Gewerbeeinheit (Friseur) zulässig sind.

Der Geltungsbereich umfasst eine Teilfläche von 1000 Quadratmetern auf der Gemarkung Burggen. Mit der Bebauungsplanänderung, darauf hat Bürgermeister Joseph Schuster besonders hingewiesen, kann nur Baurecht für ein Grundstück geschaffen werden. Dafür sei es für die Gemeinde nicht verhältnismäßig, dafür die Planungskosten zu tragen. Sowohl die Planungskosten als auch die Erschließungskosten werden komplett umgelegt.

Damit dies möglich wird, muss zuvor ein städtebaulicher Vertrag mit dem Grundstückseigentümer geschlossen werden. Andernfalls besteht für die Gemeinde keine rechtliche Grundlage, die Planungskosten umzulegen. Die allerdings mit etwa 1600 Euro verhältnismäßig gering ausfallen dürften, weil die Erweiterungsfläche an die bestehende Bebauung an der Raiffeisenstraße grenzt. Dem künftigen Bauherrn wird auch vorgegeben, eine Teilfläche des Grundstückes als Streuobstwiese anzulegen. Etwa 250 Quadratmeter sollten das als Ausgleichfläche sein, betont Schuster.

An das Baugebiet schließen landwirtschaftlich genutzte Felder an. Ortsübliche, zeitweilige Lärm- und Geruchsentwicklungen sind durch die Anwohner entschädigungslos zu dulden. Das gelte auch für nichtaufschiebbare Arbeiten auf den landwirtschaftlichen Flächen an Sonn- und Feiertagen sowie während der Erntezeit nach 22 Uhr. Dieser Hinweis im Bebauungsplan ist der Gemeinde wichtig.

Die Bedenken aus dem Gemeinderat, dass mit der Änderung des Bebauungsplanes wegen eines Grundstückes Tür und Tor für weitere Anträge geöffnet werde, teilt Schuster nicht. „Wenn der Nächste mit einem freien Flecken kommt, dann praktizieren wir genau das gleiche Verfahren wie jetzt.“ Der Gemeinderat müsse nur darauf achten, „dass das Dorf harmonisch bleibt und durch weitere Bebauungen den dörflichen Charakter behält.“

Bis auf Gemeinderat Thomas Kirchhofer hat der Gemeinderat der Änderung des Bebauungsplanes zugestimmt. Der Plan geht jetzt ins übliche Verfahren. Heißt, dass die 34 Träger öffentlicher Belange und auch die Nachbarn innerhalb der nächsten vier Wochen Einwendungsrecht gegen diese Änderung haben.

Walter Kindlmann

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