Die neuen Gemeinderäte (v.l.) Karl Schuster, Michael Hölzle, Helge Mandak, Susanne Berchtold und Ferdinand Kirchhofer mit Bürgermeister Josef Schuster.
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Die neuen Gemeinderäte (v.l.) Karl Schuster, Michael Hölzle, Helge Mandak, Susanne Berchtold und Ferdinand Kirchhofer mit Bürgermeister Josef Schuster.

Konstituierende Sitzung

Mit Rose in den Gemeinderat: Zweiter Bürgermeister und Ausschüsse in Burggen gewählt

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Mit Rosen wurden in Burggen neue Gemeinderäte im Gremium willkommen geheißen. Während die Ausschüsse schnell besetzt waren, gab es bei der Geschäftsordnung größeren Diskussionsbedarf.

Burggen – So gut wie möglich, wurde die Burggener Turnhalle herausgeputzt, um dem festlichen Anlass der konstituierenden Sitzung gerecht zu werden. Bannerfahnen schmückten die Wand hinter dem alten und neuen Bürgermeister Josef Schuster, Blumen standen neben dem Rednerpult. Der Ort wurde gewählt, um die Abstände besser einhalten zu können, als im eigentlichen Sitzungssaal.

Karl Schuster, Ferdinand Kirchhofer (beide UWG), Michael Hölzle, Helge Mandak und Susanne Berchtold (alle BL) wurden am Donnerstagabend als neue Gemeinderäte vereidigt und erhielten vom Rathauschef nicht nur eine Rose, sondern auch den Wunsch für eine gute Zusammenarbeit auf den Weg. Außerdem gehören dem Gremium Stefan Schnack, Peter Hofmann, Gabriele Höfler, Richard Lang, Stephan Jocher, Thomas Kirchhofer und Johann Welz an.

Zwei Vorschläge für Wahl des zweiten Bürgermeisters in Burggen

Alle Räte waren sich schnell einig: „Einen dritten Bürgermeister brauchen wir nicht.“ Auch mit nur einem Stellvertreter sei man bisher gut ausgekommen.

Doch nicht in allen Punkten stimmten die Meinungen so überein. Welche Gruppierung die Mehrheit im Gremium inne hat, war bei einigen Entscheidungen deutlich zu merken. Die BL, zu der zusätzlich auch der Bürgermeister gehört, stellt sechs Räte. die UWG ist mit fünf Räten vertreten, von der Tannenberger Liste hat es nur Johannes Welz in den Gemeinderat geschafft.

Im Namen der BL schlug Stefan Schnack vor, Welz als zweiten Bürgermeister zu wählen, statt einen Rat aus der eigenen Partei zu nominieren. „Es ist ein gutes Zeichen für die Gemeinschaft, wenn ein Mandatsträger aus dem kleinen Ortsteil kommt“, so die Begründung.

Die UWG hatte andere Pläne: Richard Lang sollte zweiter Bürgermeister werden, empfahl Karl Schuster. „Er hat bei der Bürgermeisterwahl immerhin 42,5 Prozent der Stimmen erhalten. Das zeigt, welchen Stellenwert er im Dorf hat.“

Die geheime Wahl lieferte dennoch das erwartete Ergebnis: Acht Stimmen fielen auf Welz, der damit zweiter Bürgermeister der Gemeinde ist. Lang erhielt fünf Stimmen.

Unterschiedliche Ansichten zu Sitzungsgeld und Ladungsfrist

Gleiches Ergebnis auch bei der Abstimmung über die Ladungsfrist: Acht Räte stimmten für die Beibehaltung von vier Tagen, die UWG hatte sich eine Frist von mindestens fünf Tagen gewünscht.

Die Abstimmung über das Sitzungsgeld hatte einen ähnlichen Ausgang. Die UWG sprach sich für eine Beibehaltung von 20 Euro aus, während die BL eine Erhöhung auf 25 Euro vorschlug – mit der freiwilligen Option, die fünf zusätzlichen Euro einem ortsansässigem Verein zu Gute kommen zu lassen. Ergebnis: Die Mehrheit, sieben Ratsmitglieder stimmten für die Erhöhung. Man orientiere sich dabei an Nachbargemeinden. Der Rathauschef verwies auf Schwabbruck, die das Sitzungsgeld von 20 auf 30 Euro erhöht hatten.

Der Satzungsbeschluss und der Erlass einer Geschäftsordnung verliefen insgesamt etwas holprig, da den Gemeinderäten noch veraltete Versionen vorlagen, die teils Passagen aus dem Bernbeurer Äquivalent enthielten. In der neuen Version sei alles auf Burggen angepasst, versprachen Bürgermeister Schuster und VG-Geschäftsstellenleiter Martin Neuber.

Mitglieder für Burggener Ausschüsse standen bereits fest

Weniger Diskussionsbedarf gab es bei der Bildung der Ausschüsse. Dass die Sitze auf die beiden größten Gruppierungen aufgeteilt werden, stand bereits fest. Die jeweiligen Vorschläge wurden nur noch einstimmig abgenickt.

Im Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss sitzen Karl Schuster und Stephan Jocher sowie Gabriele Höfler und Stefan Schnack. Den Bauausschuss bilden Ferdinand Kirchhofer, Richard Lang, Johann Welz und Helge Mandak. Dem Jugend-, Senioren- und Familienausschuss gehören Ferdinand Kirchhofer, Karl Schuster, Peter Hofmann und Susanne Berchtold an. Zuletzt wurden die Mitglieder des neuen Planungs- und Umweltausschusses gewählt, der sich Gedanken über die Dorfentwicklung in den nächsten zehn Jahren machen soll. Darin vertreten: Thomas Kirchhofer, Stephan Jocher, Michael Hölzle, Helge Mandak. Vorsitzender in allen vier Ausschüssen ist der Bürgermeister.

Burggener Bürgermeister wird Eheschließungsstandesbeamter 

Bei Versammlungen der Verwaltungsgemeinschaft Bernbeuren wird Burggen durch den ersten und zweiten Bürgermeister sowie Richard Lang vertreten, so der einstimmige Beschluss. Josef Schuster wurde außerdem zum Eheschließungsstandesbeamten bestellt. Johann Welz lehnte dieses Amt für sich ab.

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