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Nichts geht mehr: Gemeindearbeiter Edi Höfler (l.) mit Burggens Bürgermeister Joseph Schuster vor dem Schneeräumer, der mit Getriebeschaden ausgefallen ist. 

Prekäre Lage

Mitten im Schneechaos fällt Burggens Schneeräumer aus

Die Gemeinde Burggen hat ein Problem mit der Schneeräumung. Ausgerechnet jetzt, wo die weiße Pracht in Hülle und Fülle herunterschneit, fällt der gemeindliche Bulldog wegen eines Getriebeschadens aus. Zum Glück springt Gemeinderat Christian Moser ein – und die Stadt Schongau.

Burggen –  „Die Leute rufen den ganzen Tag an und fragen, was mit der Schneeräumung los ist“, schilderte Burggens Bürgermeister Joseph Schuster am Dienstagabend im Gemeinderat die Situation vor Ort. Überall viel Schnee auf den Straßen, und der Räumdienst rückt nicht aus – das hat viele Bürger beunruhigt.

Dass der gemeindliche Bulldog ausgerechnet im tiefsten Winter seinen Geist aufgibt, damit konnte der Bürgermeister nicht rechnen. Das kam völlig unerwartet. Deshalb hat sich Schuster hilfesuchend an Christian Moser gewandt, der früher schon für den Maschinenring Schneeräumdienste übernommen hat. Moser erklärte sich bereit, aushilfsweise einzuspringen, allerdings musste er vorher noch Schneeketten für seinen Traktor besorgen. Noch am Dienstag hat Moser mit dem Schneeräumen in Burggen begonnen. Deshalb ist er zur Gemeinderatssitzung am Dienstagabend etwas später gekommen.

Bürgermeister Schuster hatte angesichts der anhaltenden Schneefälle auch Kontakt mit der Stadt Schongau aufgenommen und angefragt, ob der städtische Bauhof bei der Schneeräumung in Burggen aushelfen könnte. So kam es dann auch. Der Schongauer Bauhof stellte für Mittwochfrüh einen Unimog samt Fahrer zur Verfügung.

„Die Burggener haben Glück gehabt, denn normalerweise ist kein Fahrzeug frei“, sagte der Schongauer Bauhofleiter Guido Schneider. Damit der Schongauer Schneeräumer mit den örtlichen Begebenheiten in Burggen zurecht kommt, hat sich Gemeindearbeiter Edi Höfler zu ihm in den Unimog gesetzt – quasi als Wegweiser. „Die Stadt Schongau zeigte sich sehr kooperativ“, schickte Burggens Bürgermeister Schuster ein Dankeschön nach Schongau.

Im Rathaus in Burggen laufen die Verhandlungen inzwischen auf Hochtouren. Schuster hat sich bereits mit verschiedenen Firmen in Verbindung gesetzt, denn jetzt muss schnell ein Ersatz her. Was tun? Ein Gebrauchtfahrzeug anschaffen oder ein neues Gefährt? Einen Schlepper oder einen Unimog? Oder die Schneeräumung an ein Lohnunternehmen vergeben? Alles Fragen, die geklärt werden müssen. „Erfahrungsgemäß ist es besser, wenn die eigenen Leute fahren“, gab der Bürgermeister den Gemeinderäten mit auf den Weg.

Wie prekär die Lage ist, zeigt sich auch am Roatherhaus in Burggen. „Da kommt Schnee vom Dach runter, muss da was gesperrt werden?“, wollte Gemeinderat Hans Welz vom Bürgermeister wissen. „Bisher waren die Schneefänge auf dem Dach ausreichend“, entgegnete Schuster. Man werde aber der Sache nachgehen und notfalls mit einem Trassierband einen möglichen Gefahrenbereich (vor allem auf der Nordseite des Roatherhauses) absperren – zumindest so lange, bis sich die Situation einigermaßen entspannt habe.

Michael Gretschmann

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