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Spatenstich in Burggen beim neuen Gemeinschaftshaus

Nach vielen Jahren Planungen

Spatenstich fürs Dorfgemeinschaftshaus in Burggen

Der lang ersehnte Spatenstich für das drei Millionen Euro kostende Burggener Dorfgemeinschaftshaus ist erfolgt. Im April waren bereits die Bagger angerollt. Im April kommenden Jahres sollen Altbau und Erweiterungsbau bezugsfertig sein.

Burggen – Das war eine schwere Geburt: Sieben Jahre lang ist in Burggen geplant und immer wieder nach Alternativen gesucht worden. Insgesamt waren es 60 Gemeinderatssitzungen, in denen das Vorhaben Dorfgemeinschaftshaus behandelt und diskutiert wurde. Das Kernproblem dabei waren Wünsche und bestimmte Vorstellungen der Vereine und vor allem die Art der Finanzierung, wie sich Bürgermeister Josef Schuster noch genau erinnert.

Der Spatenstich war jetzt auch mehr ein symbolischer Akt: Denn mit Aushub und dem Fundament für den Erweiterungsbau sowie mit einem Teil der Entkernung des ehemaligen Gemeindehauses ist bereits im vorigen Monat begonnen worden. Der Statik wegen wurden Wände für den geplanten Ausbau des ehemaligen Gemeindehauses erhalten.

Erweiterungsbau mit Kegelbahnen und Stüberl 

Was indes die Nutzung anbelangt, so sind im Erweiterungsbau auf einer Grundfläche von 450 Quadratmetern im Keller vier Kegelbahnen mit einem kleinen Stüberl und im Erdgeschoss ein Saal mit einer Größe von etwa 130 Quadratmetern vorgesehen, der sowohl von der Gemeinde, als auch vom örtlichen Trachtenverein genutzt werden kann. Dazu eine kleine Küche mit Nebenräumen für einen möglichen Betreiber.

Ins Obergeschoss kommt ein weiterer Saal, so groß wie der im Erdgeschoss, der der Musikkapelle künftig als Proberaum dient. Im Altbau, dem ehemaligen Burggener Gemeindehaus, bekommen die Schützen im Obergeschoss reichlich Platz für ihre Schießstände, daneben ein kleines Stüberl, in dem 40 Personen Platz finden. Für den Arbeitskreis „Dorfgeschichte“ ist neben dem Foyer das Erdgeschoss nutzbar.

Geplant wird mit Aufzug 

Im Norden des Altbaus wird ein behindertengerechtes Treppenhaus mit Aufzug eingebaut. Der Eingang ist auf der Südseite des Altbaus. Die Sanitäranlagen für den Alt- und Erweiterungsbau finden im Altbau Platz.

Sowohl Burggens Bürgermeister Josef Schuster und dem Gemeinderat, als auch Dietmar Hörner als dem verantwortlichen Architekten aus Schongau, war von Anfang an wichtig, dass sämtliche Gewerke an heimische Betriebe vergeben werden. So die gesamten Baumeisterarbeiten an die Marktoberdorfer Firma Hubert Schmid, die Zimmererarbeiten an die Bernbeurer Zimmerei Schmölz, und die Spengler- Arbeiten an den Burggener Betrieb Möst sowie sämtliche Elektroarbeiten an die Schongauer Firma Licht und Kraft (LKG).

Vereine bringen auch Eigenleistung mit ein 

Eigenleistungen bringen auch die künftigen Nutzer, also der Trachtenverein, Musikverein und die Schützen, in die beiden Gebäude ein. Beispielsweise beim Innenausbau und bei der Endreinigung. Ja, und was die Kosten von insgesamt drei Millionen Euro anbelangt, so muss die Gemeinde dafür nicht die gesamte Gemeindekasse plündern. Das Amt für dörfliche Entwicklung Oberbayern beteiligt sich an den Gesamtkosten mit 50 Prozent, also mit 1,51 Millionen Euro.

Walter Kindlmann


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