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Josef Huber werkelt in Burggen an seinem Glasbrunnen, an den der Corona-Spiegel angelehnt ist. Ein zerbrechliches, aber farbenfrohes Kunstwerk.

Burggener Künstler gestaltet einen Corona-Brunnen

Hubers zerbrechliche Corona-Kunst

Spätestens seit März ist Corona das Schlagwort in aller Munde. Kein Tag vergeht, dass nicht irgendeine Geschichte rund um das Virus zu hören oder lesen ist. Klar, dass das Thema auch die Kunstwelt berührt. Josef Huber aus Burggen hat einen zerbrechlichen Weg gefunden: Er hat seine Gedanken in Glas verarbeitet.

Burggen – Josef Huber ist mittlerweile bekannt dafür, dass er mit einfachsten Materialien wunderbare Gestaltungen schaffen kann. Der Landschaftsgärtner versteht es wie kein anderer, alles rund um Flora und Fauna irgendwie kurios zu verarbeiten.

Sein unerschöpflicher Reichtum an Ideen und seine beiden sprichwörtlichen grünen Daumen schaffen außergewöhnliche und immer wieder faszinierende Kreationen.

Tonscherben, knorrige Wurzeln, alte Emailletöpfe und Pfannen sind Grundlagen für seine Weiterverarbeitungen. Nicht zu vergessen hohle ausgekochte Knochen, die sich wunderbar bepflanzen lassen.

Arbeitstisch in der Sonne aufgestellt

Das kleine ehemalige Bauernhaus in der Annastraße in Burggen fällt sichtlich aus dem Rahmen. Nicht der Baustil verwundert, es sind die verschiedensten Bepflanzungen und Gestaltungen mit Pflanzen, die begeistern. Dazwischen auffallend die vielen Schmetterlinge und Hummeln.

„Beim Huber rührt sich immer was“, könnte man sagen, wenn man all’ diese Insekten sieht. Und Huber selbst ? Der hat sich einen Sonnenplatz mitten im Idyll ausgesucht, wo er seinen Arbeitstisch aufgebaut hat. Denn irgendwo still sitzen, das kann er nicht. Er muss immer werkeln, will immer seine Gedanken in ein Kunstwerk umsetzen.

Virus-Form fasziniert ihn

Und jetzt ist seit Wochen Corona dran: „Die Form des Virus, wie er immer in den Zeitungen dargestellt wird, hat mich fasziniert“, erklärt Huber. Dieses kugelartige Gebilde, das mit so viele Stöpseln bespickt ist, hat’s dem Burggener angetan. „Doch wie das Ding umsetzen?“, war die große Frage.

Schillernd bunt sollte es auf alle Fälle sein. Da bietet sich Glas an, buntes Glas. Als Basis für all’ diese Glassplitter sollte ein ausgedienter Spiegel herhalten. Huber beginnt, die verschiedenen Glasplatten zu zerschneiden. Ohne Schablone, einfach so aus dem Kopf heraus.

Stück für Stück aufgeklebt

Auf einem Stück Pappdeckel legt er die Splitter dann aus. Experimentiert so lange mit den Farbkombinationen, bis er selbst zufrieden ist. Dann überträgt er sie Stück für Stück auf den Spiegel und klebt die einzelnen Stücke an. Das war’s.

Nicht aber für Huber: Er will zu seinem Corona-Spiegel noch einen gläsernen Brunnen schaffen. „Der ist etwas komplizierter, weil der unwahrscheinlich viel Material verschluckt“, bemerkt Huber. In den verschiedensten Farben schichtet er die Glassplitter auf, natürlich immer mit dem Kleber bestrichen.

Das Ergebnis wird bestimmt verblüffend sein, so wie alles, was der mittlerweile 86-Jährige bisher geschaffen hat. Man darf auf alle Fälle auf das fertige Kunstwerk gespannt sein. Wieder mal auf ein Kunstwerk, das nicht aus teueren Materialien entsteht, sondern durch Ideenreichtum und Fantasie. Hubers Fantasie.

Hans-Helmut Herold

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