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Der kommissarische Kämmerer Martin Neuber stellte den Haushalt 2017 vor. Rechts der neue Kämmerer Max Moll.

Gemeindehaushalt 2017

Gemeinde Burggen: Trotz Investitionen keine neuen Kredite

Die Gemeinderäte von Burggen haben den Haushaltsplan 2017 mit einem Gesamtumfang von 5,14 Millionen Euro in den Einnahmen und Ausgaben verabschiedet. Erfreulich ist, dass trotz Investitionen (vor allem für das geplante Dorfgemeinschaftshaus) ein Haushaltsausgleich ohne Kreditaufnahmen möglich ist.

Burggen – „Auch Hebesatzveränderungen und Gebührenanpassungen sind nicht notwendig“, fasste der kommissarische Kämmerer Martin Neuber das Zahlenwerk zusammen. Allerdings stellte er im Beisein des neuen Kämmerers Maximilian Moll (seit 1. Juli im Amt) unmissverständlich fest, dass eine Fortführung der sparsamen Haushaltsführung zwingend notwendig sei. „Dazu gehören verlässliche und stabile Einnahmen und weiterhin Augenmaß bei den Ausgaben“, ergänzte Neuber.

In zwei Finanzausschusssitzungen ist der Haushalt 2017 ausführlich vorberaten worden. Bei jeder einzelnen Haushaltsstelle sei geprüft worden, ob eine Ausgabeminimierung bzw. eine Einnahmeerhöhung möglich und sinnvoll sei.

„Alle vorhandenen Einsparpotenziale sind genutzt worden, und in allen Bereichen ist eine strenge Ausgabedisziplin beachtet worden“, versicherte der Kämmerer. Und da von der Gemeindeverwaltung die Ausschöpfung aller Einnahmemöglichkeiten nachhaltig betrieben werde, sei ein Überschuss im Verwaltungshaushalt (213 207 Euro) das Ergebnis, „und dieser Überschuss kann dem Vermögenshaushalt zugeführt werden“.

Im Haushaltsplan 2017 geht Neuber von einem Rückgang der Gewerbesteuer (60 000 Euro weniger als 2016) aus. Gleichzeitig erhöhen sich für die Ausgaben für die Kreisumlage um rund 70 000 Euro gegenüber 2016. Die Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft steigt um rund 15 000 Euro auf 211 000 Euro. Bei den Zinsausgaben sind 33 000 Euro im Haushaltsplan angesetzt, die Zinseinnahmen sind gleich null. Der Schuldenstand der Gemeinde wird zum Jahresende voraussichtlich 1,34 Millionen Euro betragen, die Rücklagen 1,72 Millionen Euro.

„Der Haushalt 2017 ist eng geschnürt und war im Ausschuss hart umkämpft“, bestätigte Gemeinderat Dr. Stefan Schnack. So manche Dinge würden künftig nicht mehr „so locker vom Hocker“ gehen und müssten mehr auf die Bürger umgelegt werden.

Das Hauptaugenmerk liegt laut Bürgermeister Joseph Schuster auf dem geplanten Dorfgemeinschaftshaus, von dem alle Bürger profitieren würden. Das Geld dafür werde aus der Rücklage entnommen. Gemeinderat Konrad Schindler sieht die gemeindlichen Finanzen wegen des Dorfgemeinschaftshauses „ausgereizt“. Deshalb sei man in den kommenden drei Jahren etwas blockiert.

Somit ist auch kein Geld für ein neues Feuerwehrauto vorhanden, aber für ein solches Fahrzeug liege momentan gar kein Antrag vor, wie Gemeinderat Wolfgang Lory mitteilte.

Die Steuerhebesätze für das Jahr 2017 bleiben unverändert bei 380 Punkten sowohl bei den Grundsteuern A und B als auch bei der Gewerbesteuer.

Zwei Räte stimmten gegen den Haushalt 2017: Hans Baumer und Christian Moser. Der Grund für die Ablehnung: die Ausgaben für das Dorfgemeinschaftshaus.

Michael Gretschmann

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