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Leer stehende Häuser gehören in Burggen schon lange zum Ortsbild. 

Gemeinderat Burggen

Leer stehende Gebäude im Ort beleben

Die vom Bayerischen Ministerrat heuer beschlossene Förderinitiative „Innen statt Außen“ ist ein Thema, mit dem sich auch die Gemeinde Burggen näher befassen will. Vorrangig geht es darum, den Ortskern zu beleben und leer stehende Gebäude zu nutzen. Und da gibt es in Burggen bekanntlich etliche.

Burggen – Eine Dorfentwicklung in den Außenbereich? Wenn es nach Burggens Bürgermeister Joseph Schuster geht, soll es die nur noch in Ausnahmefällen geben. Vorrangig sei die Nutzung der leer stehenden Gebäude im Ort. Bevölkerungszuwachs durch Auswärtige soll in Burggen nicht so sehr im Fokus stehen, „sondern es geht darum. die Leute zu halten, die bereits im Ort sind“, so die Einstellung von Bürgermeister Schuster. Dadurch könne auch der Flächenverbrauch reduziert werden.

Bei diesen Zielen kommen zwei Förderinitiativen des Freistaates wie gerufen. Sie sollen noch im Programmjahr 2018 starten und zielen darauf ab, Kommunen beim Flächensparen zu unterstützen.

Die Förderinitiative „Innen statt Außen“ wird im Rahmen der Städtebauförderung sowie der Dorferneuerung umgesetzt. Die Mittel für die Förderinitiative „Flächenentsiegelung“ gibt es im Rahmen der Städtebauförderung.

Gefördert werden laut Bürgermeister Schuster die Modernisierung, Instandsetzung, gegebenenfalls der Abbruch leer stehender oder vom Leerstand bedrohter Gebäude innerorts.

Und wie hoch ist die Förderung? Eine Frage, die auch die Burggener Gemeinderäte vordergründig interessiert. Kommunen können einen Förderbonus vom 20 Prozentpunkten auf den aktuellen individuellen Fördersatz einer Gemeinde erhalten (derzeit 60 Prozent). Der Fördersatz kann jedoch auf höchstens 80 Prozent erhöht werden. Bei Kommunen, die von einer negativen demographischen Entwicklung besonders betroffen sind und zudem besonders finanzschwach sind, kann der Fördersatz um weitere zehn Prozentpunkte auf bis zu höchstens 90 Prozent angehoben werden.

Voraussetzung für eine Förderung ist die Selbstbindung der Gemeinde. Was das heißt, erklärte Bürgermeister Joseph Schuster den Gemeinderäten wie folgt: „Die Gemeinde muss sich mit Beschluss verpflichten, vorrangig auf die Innenentwicklung zu setzen.“ Das bedeutet konkret: Vorrangige Nutzung von innerörtlichen Brachflächen und Gebäudeleerständen, Verzicht auf Neuausweisung von Bauflächen und die Rücknahme von Bauflächen im Flächennutzungsplan.

Lässt sich das in Burggen so einfach umsetzen? „An der Hauptstraße will doch niemand mehr wohnen“, glaubt Gemeinderat Peter Hofmann. „Dann müssen wir die Straße nach außen verlegen, also eine Umgehungsstraße“, so der Vorschlag des Bürgermeisters. „Die kriegen wir eh nicht“, konterten die Gemeinderäte. Aber man sollte es zumindest versuchen, entgegnete der Bürgermeister.

„Die Anlieger wollen, dass sich was ändert“, verweist Gemeindechef Schuster auf einen Vitalitätscheck, der in Burggen schon mal vorgenommen wurde.

Springt die Gemeinde Burggen auf die Förderinitiative „Innen statt Außen“ auf? Bis zur nächsten Sitzung Mitte September haben die Gemeinderäte zunächst einmal eine Bedenkzeit erhalten.

Von Michael Gretschmann

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