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Burggens Kämmerer Maximilian Moll hat den solide geplanten Gemeindehaushalt vorgestellt.

Haushalt Burggen

Etat von 5,5 Millionen Euro

5,5 Millionen Euro beträgt der Haushalt der 1688 Einwohner zählenden Gemeinde Burggen für das Jahr 2018. Damit liegt er um 300 000 Euro über dem des Vorjahres. Die Gründe liegen im Grunderwerb und der Erschließung der „Schwarzkreuzstraße“. Zudem hat die Gemeinde für die abgespeckte Version des Hauses der Vereine schon mal vorsichtig eine Million Euro in den Haushalt eingestellt.

Burggen – „Ein solider, ausgeglichener und in die Zukunft gerichteter Haushalt,“ sagte Burggens Bürgermeister Joseph Schuster über das aktuelle Zahlenwerk. Die Gemeinde sei für die nächsten Jahre finanziell gut gerüstet. Der Haushalt sei dafür eine gute Basis.

Kämmerer Maximilian Moll machte anhand der vielen Zahlen im Haushaltsplan deutlich: „Wir haben sparsam gewirtschaftet und hatten die Ausgaben stets vorausschauend im Blick.“ Jede Haushaltsstelle sei dahingehend geprüft worden, ob eine Ausgabenminimierung bzw. eine Einnahmeerhöhung möglich und sinnvoll wäre. „Eine strenge Ausgabendisziplin wurde in allen Bereichen beachtet.“ Die Ausschöpfung aller Einnahmemöglichkeiten würde von der Gemeindeverwaltung nachhaltig betrieben.

Und dies mit gutem Ergebnis: Trotz aller Ausgaben sind neue Kredite nicht notwendig. Im Gegenteil, die Gemeinde kann rund 300 000 Euro aus dem Verwaltungs- im Vermögenshaushalt bunkern.

Der Verwaltungshaushalt umfasst in Einnahmen und Ausgaben dieses Jahr 2,6 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 2,8 Millionen Euro. Die Steuereinnahmen sind vorsichtig kalkuliert: Bei der Grundsteuer A und B mit unverändertem Hebesatz von 380 Prozentpunkten kommen gute 170 000 Euro zusammen (siehe auch Kasten oben). Bei der Gewerbesteuer rechnet der Kämmerer, identisch mit dem Vorjahr, mit 210 000 Euro. Ordentlich ist der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 835 000 Euro. Dabei erhält die Gemeinde 15 Prozent der im Gemeindegebiet erzielten Einkommensteuer. Die Schlüsselzuweisung vom Land liegt heuer bei 570 000 Euro.

Die dicksten Brocken bei den Ausgaben bildet die Kreisumlage mit 810 000 Euro. Bei einem Hebesatz von 55 Prozentpunkten muss die Gemeinde von jedem eingenommenen Steuer-Euro 55 Cent an den Landkreis abführen. Beim Grunderwerb für das Baugebiet „Schwarzkreuzstraße“ rechnet die Gemeinde mit 223 000 Euro, für dessen Erschließung mit weiteren 500 000 Euro. 80 000 Euro sind für den Therapieraum im Kindergarten eingeplant.

Für die abgespeckte Version des „Hauses der Vereine“ hat der Kämmerer vorausschauend schon mal eine Million Euro in den Haushalt 2018 eingestellt. Die Kosten für das ursprünglich geplante und vom Gemeinderat im April 2018 abgelehnten Dorfgemeinschaftshaus lagen noch bei 2,8 Millionen Euro. Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft, Personalkosten und diverse Anschaffungen, liegen heuer bei knapp 220 000 Euro. Mehrheitlich (drei Gegenstimmen) hat der Gemeinderat auf der jüngsten Sitzung dem Haushaltsplan zugestimmt.

Walter Kindlmann

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