Einer der ersten Gratulanten: Johann Welz (r.) hatte die Amtsgeschäfte vorübergehend übernommen. Jetzt ist Josef Schuster wieder Bürgermeister. Die Maske haben beide nur fürs Bild abgenommen.
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Einer der ersten Gratulanten: Johann Welz (r.) hatte die Amtsgeschäfte vorübergehend übernommen. Jetzt ist Josef Schuster wieder Bürgermeister. Die Maske haben beide nur fürs Bild abgenommen.

Neuwahlen

Burggen: Josef Schuster ist wieder Bürgermeister

  • Elena Siegl
    VonElena Siegl
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Burggen hat wieder einen Ersten Bürgermeister. Bei der Neuwahl stimmte am Sonntag 61,2 Prozent der Wähler für Josef Schuster – ein deutliches Ergebnis.

Burggen – „Wir haben irgendwas nicht mitgekriegt“, überlegten zwei Burggener anfangs noch, als sie am Sonntag kurz vor 18 Uhr noch alleine vor der Turnhalle warteten, in der die Stimmen der Bürgermeisterwahl ausgezählt werden sollten. Tatsächlich kamen nur nach und nach etwa zwanzig Bürger – vor allem Gemeinderäte, die beiden Kandidaten Josef Schuster und Richard Lang sowie deren Angehörige. Auf ein geringes Interesse an der Wahl kann man deshalb aber nicht schließen: Tatsächlich hatten 82,38 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Mehr, als noch bei der regulären Wahl im März 2020.

Das Ergebnis fiel dabei recht deutlich aus: Josef Schuster von der Bürgerliste Burggen erhielt am Sonntag 61,2 Prozent der Stimmen (678), für Richard Lang von der Unabhängigen Wählergemeinschaft stimmten nur 37,3 Prozent der Wähler (413). Zum Vergleich: Im Vorjahr erhielt Josef Schuster 56,21 Prozent der Stimmen, Richard Lang 41,55 Prozent.

Bürgermeisterwahl in Burggen: Josef Schuster ist über Ergebnis glücklich

„Sehr glücklich und froh“ sei er über das Ergebnis, erklärte Josef Schuster nach der Bekanntgabe. Dass ihm so viele Burggener ihr Vertrauen ausgesprochen haben erleichtere ihn und zeige, dass sie mit seiner Arbeit zufrieden seien. „Es ist aber auch eine Verpflichtung, jetzt wieder alles zu geben“, so Schuster. Viele große Projekte stehen schließlich an. Er denke dabei unter anderem an das Dorfgemeinschaftshaus sowie die Aufgabe, mehr Baugrund zu schaffen.

„Es ist schön, dass sich überhaupt so viele Burggener an der Wahl beteiligt haben“, findet Schuster. Schließlich ist die letzte Abstimmung nur ein Jahr her. Auch weil nur per Brief gewählt werden konnte sei es für ihn schwer abschätzbar gewesen, wie viele ihre Stimme abgeben.

Dass er den Stimmenvorsprung nun sogar ausbauen konnte zeige, dass „viele die Wahlanfechtung anders gesehen haben als die Protagonisten“, so Josef Schuster. Der Vergleich zum Vorjahr schwang aufgrund der gleichen Kandidatenkonstellation freilich immer mit.

Wichtig sei nun trotzdem, gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Josef Schuster hoffe auf eine wieder harmonischere Zusammenarbeit im Gemeinderat. Quasi auf „einen Neustart.“

Bürgermeisterwahl in Burggen: „Ein herber Schlag“ für Richard Lang

Enttäuscht reagierte Richard Lang, auf das deutliche Ergebnis: „Es ist schon ein herber Schlag.“ Man habe wegen der Wahlanfechtung schließlich auch vom Verwaltungsgericht Recht bekommen und „ein gutes Erklärungsschreiben herausgegeben.“ (wir berichteten). Dennoch: „Dass es so ausgegangen ist, muss man akzeptieren.“ Im Sinne der Gemeinde müsse es nun gemeinsam weitergehen.

Der Wahlausschuss wird am Dienstag tagen und das vorläufige Ergebnis wohl bestätigen, erklärte Thomas Natter, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Bernbeuren und Wahlleiter. Josef Schuster könne dann das Bürgermeisteramt am darauffolgenden Werktag, sprich am Mittwoch übernehmen, so Natter.

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