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Die Burggener Gemeinderatsitzung mit dem Thema Dorfgemeinschaftshaus lockte am Donnerstagabend viele Zuhörer ins Roatherhaus. 

1,5 Millionen Euro Zuschuss

Neuer Anlauf für Dorfgemeinschaftshaus in Burggen

Zu teuer! Vor gut einem Jahr war das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Burggen gestorben. Doch jetzt soll es in einem zweiten Anlauf realisiert werden. In nicht öffentlicher Sitzung haben sich die Gemeinderäte mehrheitlich für das Projekt ausgesprochen. Der Grund für die Kehrtwende: Der Eigenanteil der Gemeinde liegt jetzt deutlich unter zwei Millionen Euro.

Burggen – „Wenn wir es jetzt nicht anpacken, wird es nichts mehr“, so die Marschrichtung von Burggens Bürgermeister Joseph Schuster. Und er hat die Gemeinderäte überzeugen können, dass das geplante Dorfgemeinschaftshaus finanziell durchaus zu stemmen ist. Vor einem Jahr war man von 2,8 Millionen Euro Kosten ausgegangen – und einer geringen Bezuschussung.

Dank der neuen Förderinitiative „Innen statt außen“ fließen jetzt aber viel mehr Fördergelder nach Burggen. Die Gesamtkosten belaufen sich nach der neuen Prognose zwar auf knapp über drei Millionen Euro, doch bei 1,5 Millionen Euro Zuschuss reduziert sich der Eigenanteil der Gemeinde deutlich.

Für die Sanierung und den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses hat die Gemeinde Burggen bereits im Frühjahr die Bauleistungen ausgeschrieben. Mitte Mai fand die Submission für die ersten Gewerke statt. Die eingegangenen Angebote wurden anschließend von beauftragten Ingenieuren geprüft, und somit konnte das Architekturbüro Hörner eine Kostenprognose erstellen. Und die ist den Gemeinderäten jetzt vorgelegt worden.

Zieht man von den Gesamtkosten (3,18 Millionen Euro brutto) die bereits bewilligte Förderung von 1,5 Millionen Euro ab, dann errechnet sich ein Eigenanteil der Gemeinde von 1,68 Millionen Euro. Bei den geschätzten Gesamtkosten ist eine fünfprozentige Kostensteigerung bereits berücksichtigt.

Bei den ausgeschriebenen Gewerken machen die Baumeisterarbeiten den Löwenanteil aus. Den Zuschlag hat die Firma Hubert Schmid aus Marktoberdorf bekommen – zu einer Angebotssumme von rund 986 000 Euro (etwas niedriger als die Prognose von einer Million Euro).

Aufträge auch für heimische Firmen 

Aber auch Firmen aus Burggen und Umgebung werden beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses berücksichtigt. So gehen die Spenglerarbeiten (36 000 Euro) an die Burggener Firma Möst, die Zimmererarbeiten (133 000 Euro) darf die Firma Schmölz aus Bernbeuren übernehmen, und bei den Fenstern und Fenstertüren (91 000 Euro) erhielt die Schreinerei in Herzogsägmühle den Zuschlag.

Die Heizungsinstallation (188 000 Euro) übernimmt die Firma Köhler aus Schwabbruck, und die Sanitärinstallation (101 000 Euro) darf die Firma Leier (ebenfalls aus Schwabbruck) ausführen.

Die Summer der jetzt vergebenen Gewerke beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro. Noch auszuschreiben sind die Innentüren, Putzarbeiten, Malerarbeiten, Trockenbauarbeiten, Estriche, Fliesen, Bodenbeläge, Schlosserarbeiten usw. – mit einer Kostenschätzung von knapp 600 000 Euro.

Als nächstes muss sich die Gemeinde mit der Frage befassen, mit welchem Architekten man das Projekt weiterführt. „Auch wird man sich mit den Vereinen zusammensetzen müssen, um abzuklären, welche Leistungen die Vereine übernehmen“, kündigte Bürgermeister Joseph Schuster an.

Das alte Gemeindegebäude an der Füssener Straße muss nun leergemacht werden. An die Adresse der Kegler ging somit die Aufforderung, dass sie in der nächsten Saison ihre Spiele auswärts austragen müssen.

mg

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