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Endspurt bei den Vorbereitungen für den Burggener Rosstag: (von links) Vize-Abteilungsleiter Stefan Erhart, Kurt Kochannek, Hermann Lang, Reiner Bock und Georg Nägelein bauen die letzten Wagen zusammen und hoffen auf trockenes Wetter. Auf dem Bild sieht man den Bader-, den Schongauer Jagdhornbläserwagen und die Erntedankkrone.

Rosstag in Burggen

Jetzt muss für den Burggener Rosstag nur  noch das Wetter  mitspielen

Es ist wieder geschafft: Die rund 100 Zugmotive für den Rosstag in Burggen stehen ab heute Abend abholbereit in den Stadeln und Tennen der Burggener und warten darauf, dass sie am Sonntag eingespannt werden.

Burggen – Bereits seit Anfang August werkelt der harte Kern der Burggener um Hermann Lang, Kurt Kochannek und Georg Nägelein mit wechselnden Helfern an den Aufbauten. Lang erzählt von einzelnen Tagen Pause, was aber daran lag, dass die Landwirte ihre Wagen nicht hergeben konnten, weil sie noch im Einsatz waren.

In der letzten Woche hilft auch wieder Reiner Bock aus Hessen mit, der seit 1986 regelmäßig mit Teilen der Familie Urlaub in der Region macht. Warum der Rentner immer wieder mit anpackt? „Aus Sympathie, Spaß an der Freud‘ und Achtung für die viele Arbeit der Leute hier“, so Bocks schlichte Antwort.

Vize-Abteilungsleiter Stefan Erhart beherbergt bei sich zu Hause derzeit die größeren Wagenkaliber. Erhart schätzt, dass etwa ein Viertel der Gefährte nicht in Burggen aufbewahrt werden. Dazu gehört der Müllerwagen von Matthäus Hundseder aus Fahrenzhausen, der leer bereits 1,5 Tonnen wiegt. Einer seiner Lieblinge ist freilich der vier Tonnen schwere Bierwagen, der von acht Oberländern gezogen wird. Der lange Zug hat die Rosstagsstrecke bereits einmal durchfahren, um ein Gefühl für die engen Kurven zu bekommen, und damit die Pferde der verschiedenen Besitzer gemeinsam eingespannt waren.

Für die aus Seeg neu angebotene Stangenfuhre musste Erhart noch eine längere Deichsel an den historischen Schlitten bauen. Überhaupt melden sich auch immer wieder neue Rosserer beim Ländlichen Reit- und Fahrverein Burggen, nun speziell bei der Abteilung „Rosstag und Brauchtum“, und stellen sich bereit, beim Rosstag mitzuwirken. Die Burggener freuen sich, wenn ihnen Raritäten angeboten werden, denn was beim Rosstag präsentiert wird, hat in weitem Umkreis definitiv Seltenheitswert. Der Zusammenhalt in der Bevölkerung sei laut Erhart gut, und zahlreiche Bewohner identifizieren sich mit der Brauchtumsveranstaltung.

Viele Detailarbeiten und der Blumenschmuck werden jetzt noch erledigt, so dass es am morgigen Sonntag bei hoffentlich trockenem Wetter einen schönen Umzug für die Organisatoren, Mitwirkenden und Zuschauer gibt.

Kathrin Zillenbiehler

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