Baudirektorin Annemarie Kubina mit den Bürgermeistern und Verwaltungsleitern der sieben IKEK-Gemeinden bei der jüngsten Zusammenkunft im Böbinger Rathaus.

Interkommunales Entwicklungskonzept (IKEK)

Sanierungsberater soll es jetzt richten

Jetzt haben es die sieben Kommunen Steingaden, Böbing, Rottenbuch, Burggen, Bernbeuren, Wildsteig und Prem schwarz auf weiß: Das gemeinsame Impulsprojekt einer interkommunalen Sanierungsberatung wird von der Regierung von Oberbayern mit 60 Prozent finanziell gefördert.

Steingaden/Böbing – Die Freude über diese Förderung ist groß, jetzt soll ab dem kommenden Jahr ein erfahrener Sanierungsarchitekt die sieben Kommunen und die Privateigentümer von Immobilien fachlich unterstützen. Die Gesamtkosten des zunächst auf drei Jahre angelegten Gemeinschaftsprojektes belaufen sich auf rund 145 000 Euro.

Böbings Bürgermeister Peter Erhard hatte die Lenkungsgruppe des Interkommunalen Entwicklungskonzeptes (kurz IKEK) zu Gast im Böbinger Rathaus. Gemeinsam mit der Regierung von Oberbayern und dem projektbegleitenden Planungsbüro Leuninger & Michler haben die Bürgermeister den weiteren Fahrplan festgelegt. „Wir haben vereinbart, dass Leuninger & Michler das Auswahlverfahren für den Sanierungsberater koordiniert und fachlich begleitet“, so Steingadens Bürgermeister Xaver Wörle.

„In den vergangenen Wochen haben alle sieben Gemeindeparlamente dem Projekt jeweils einstimmig zugestimmt“, zeigt sich Georg Krönauer, Verwaltungsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Steingaden-Prem-Wildsteig, erfreut vom Kooperationswillen. Steingaden wird auch im kommenden Jahr als Leitkommune fungieren und die interkommunalen Projekte koordinieren.

Die Entwicklung und Sicherung einer qualitätsvollen Nahversorgung steht als Zielsetzung ganz oben auf der Agenda. Einige Projekte sind mit Unterstützung der Regierung von Oberbayern bereits am Laufen. Dazu zählen die Wiederbelegung des Zenetti-Ladens in Steingaden mit typischen Produkten aus der Region, eine Machbarkeitsstudie zur Realisierung eines Nahversorgers im Alten Schulhaus in Prem sowie eine Standortuntersuchung zur Weiterentwicklung des Lebensmittelangebotes in Rottenbuch. „Unsere Nahversorgung kann zur Marke werden, wenn wir einen nachhaltigen, abgestimmten Weg einschlagen“, formuliert es Wildsteigs Bürgermeister Josef Taffertshofer.

Um den besonderen regionalen Weg der interkommunalen Zusammenarbeit zu unterstreichen, ist geplant, im Frühjahr eine Fachveranstaltung durchzuführen. Denn eines machen Baudirektorin Annemarie Kubina und Stefan Leuninger deutlich: „Bislang gibt es in Bayern keinen vergleichbaren Ansatz einer interkommunal abgestimmten Strategie zur Stärkung der Nahversorgung.“

Nachdem die zuständige Gebietsreferentin der Städtebauförderung, Baudirektorin Annemarie Kubina, in den Ruhestand geht, gab es in der Lenkungsgruppe viel Lob für die engagierte und kompetente Zusammenarbeit. „Für Annemarie Kubina standen stets pragmatische Lösungen im Mittelpunkt, nicht Probleme“, so Böbings Bürgermeister Erhard stellvertretend für alle sieben Gemeinden.

Viel Lob und Anerkennung gab es auch für Georg Krönauer für die geleistete Koordinierungsarbeit der Verwaltung in Steingaden in den vergangenen Monaten.

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