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Großer Andrang an der Drehleiter: Viele Burggener nutzten die Möglichkeit, um ihr Dorf einmal von oben zu sehen.

Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Burggen

Mit der Drehleiter in luftiger Höhe

Vor genau 25 Jahren bekam die Burggener Freiwillige Feuerwehr ihr neues Zuhause. Anlass genug, dieses kleine Jubiläum jetzt mit einem Tag der offenen Tür gebührend zu feiern.

Burggen– „Das war eine gelungene Sache“, blickte zweiter Bürgermeister Albert Bißle zurück. Man müsse heute noch dem Bürgermeister, seinem Stellvertreter, und dem Gemeinderat für deren Weitblick danken, den Bau eines derartigen Gebäudes durchzusetzen. „Sie haben damit viel für die Zukunft Burggens getan.“

Erster Bürgermeister war damals Hans Selzle, sein Vize Josef Dopfer. Selzle erinnert sich noch ganz genau. Das Grundstück, es gehörte der Molkereigenossenschaft, sei gar nicht so leicht zu bekommen gewesen. „Die wollten natürlich für ihre Mitglieder so viel wie möglich raus schlagen.“ Selzle hatte schließlich einen Vorschlag, mit dem die Genossenschaft und die Bauern einverstanden waren. Der Erlös aus dem Verkauf sollte sich nach der abgegebenen Milchmenge richten. Die Obergrenze lag allerdings bei 100 000 Kilogramm Milch. „Dieser Kompromiss hat allen gefallen,“ sagt Hans Selzle.

Einmal Probeliegen: Alicia Fischer im Rettungswagen des BRK Schongau.

So viel zur Vorgeschichte des vor 25 Jahren erbauten Feuerwehrhauses. Für den Tag der offenen Tür mit üppigem Programm sorgten die Mannen um ersten Kommandanten Hermann Lang. Zuerst am Vormittag der festliche Gottesdienst in der Pfarrkirche. Am Nachmittag ein kleines Kinderprogramm mit der Möglichkeit, im Löschfahrzeug eine Dorfrunde zu drehen, die Vorführung und Handhabung eines Defibrillators durch das BRK Schongau und ein Infostand der Polizei. Die Drehleiter ermöglichte aus 24 Metern Höhe einen Blick über das Dorf. Die Burggener Wehr indes begeisterte mit ihren historischen Fahrzeugen. Dazu gehörten ein Opel Blitz LF 8 , 46 Jahre alt, der Magirus mit Baujahr 1925 und die Anlegeleiter aus dem Jahr 1902.

Die Ausstattung der Wehr hat sich seitdem freilich längst geändert. Derzeit verfügt die 61 Mann starke Wehr um Vorstand Michael Fischer und den beiden Kommandanten Hermann Lang und Mathias Faller über ein Löschfahrzeug LF 10/6, ein TLF 25, über eine TSA mit Schlauchwagen und einem Tankanhänger für 3000 Liter Wasser.

Die Burggener Wehr wurde 1874 gegründet. Ihr erster Kommandant war Engelbert Reichart. Ihm folgten in den 144 Jahren weitere zehn Kommandanten.

Zurück zum Tag der offenen Tür: Den ganzen Tag spielte die Musikkapelle mit ihrem Dirigenten Herbert Sprenzel, zum Mittagessen gab’s Deftiges und am Nachmittag Kaffee und feine von den Landfrauen gezauberte Kuchen. Die Stimmung unter den Besuchern war prächtig. Zu ihnen gehörten auch Simone und Dietmar Kreissl, die sich von der Atmosphäre, der Musik und auch von den historischen Löschfahrzeugen hellauf begeistert zeigten.

Walter Kindlmann

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