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Hoch zu Ross: 66 Pferde beziehungsweise Reiter bildeten am gestrigen Sonntagmorgen den Festzug beim traditionellen Eligius-Ritt in Burggen. 

Traditioneller Eligius-Ritt in Burggen mit 66 Teilnehmern

„Ein wunderschönes Bild“

Burggen – Es waren zwar etwas weniger Pferde als sonst, aber 66 Ross und Reiter bildeten zusammen mit den beiden Festwagen für die Musikkapelle trotzdem noch einen stattlichen Zug durch das Dorf. Angeführt wurde er von Kreuzträger Sebastian Erhart und den Standartenreitern. Dahinter folgte der Heilige Eligius im Bischofsgewand, dargestellt heuer zum 31. Mal von Stefan Erhart, mit seinen beiden Ministranten Vitus Bair und Verena Schmölz.

Die beiden Festwagen mit den geschmückten Kaltblütern von Günter Sprenzel sowie Stefan und Andreas Ellenrieder hatten sich dahinter im Zug eingereiht. Dahinter folgte die bunte Reiterschar mit ihren Kalt- und Warmblütern zusammen mit den kleinen Eligius-Verehrerinnen auf ihren Ponys.

Am Kirchplatz segnete Pfarrer Thaddäus Biernacki Ross und Reiter.

Sieben Reiter des Leonhardi-Vereins Forst mit ihrem Vorsitzenden Andreas Reßler hatten sich ebenfalls auf den Weg nach Burggen gemacht. „Die Burggener kommen zu unserm Leonhardi–Ritt, dann kommen wir zu deren Eligius-Ritt“, sagte Reßler.

Auf dem Burggener Kirchplatz formierten sich Ross und Reiter für die Segnungsfeier. Die Burggener Musikkapelle mit Dirigent Herbert Sprenzel spielte den festlichen Choral von Nans Hartwig. Pfarrer Thaddäus Biernacki erinnerte an den Heiligen Eligius, den Schutzpatron der Pferde und des Viehs. „Wir denken heute wieder an den Heiligen Eligius, der unsere Pferde vor Krankheit, Seuchen und Gefahren schützt.“ Eligius stehe aber auch als Schutzpatron etlicher Handwerksberufen als Unterstützer zur Seite. Biernacki bat den „lieben Gott, schenke uns Freude an den Tieren, die Du für uns geschaffen hast“.

Burggens Pfarrer gestand aber auch, dass die Feier für den Heiligen Eligius zwar eine schöne, aber auch anstrengende Aufgabe sei. Am Ende der kurzen Feier auf dem Kirchplatz intonierte die Musikkapelle den Choral „Lobet den Herrn“. Anschließend formierte sich der Zug zum Ritt durch das Dorf hin zur Eligius-Kapelle.

Das alte Gemeindehaus war danach das Ziel der Reiter und der Besucher. Dort konnten sie sich bei einem gegrillten Hähnchen und einem kühlen Bier von den Anstrengungen der vorhergehenden Stunde erholen. Bürgermeister Joseph Schuster sagte: „Ich bin stolz und dankbar, dass die Pferdehalter diese Tradition Jahr für Jahr aufrechterhalten.“ Thomas Kirchhofer, der den Ritt mit seinem Vater Georg organisiert hatte, betonte, dass er wiederum sehr froh sei, dass so viele Reiter an diesem Traditionsritt teilgenommen haben: „Ein wunderschönes Bild.“

Walter Kindlmann

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