Schülerlotse
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Ein Schülerlotse hilft Kindern über die Straße (Symbolbild)

Antrag einer Bürgerin

Verkehr ausbremsen - In Burggen sollen Schülerlotsen eingesetzt werden

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Viel zu schnell wird in der Schongauer Straße/Raiffeisenstraße in Burggen gefahren, beklagte eine Anwohnerin und stellte nun einen Antrag an den Gemeinderat. Der sorgte für Diskussionen.

Burggen – Eine Anwohnerin der Schongauer Straße hatte einen Antrag an die Gemeinde Burggen gestellt: Weil zu schnell gefahren werde, forderte Gudrun Holdack die Errichtung einer Geschwindigkeitsmessanzeige in beide Fahrtrichtungen im Bereich der Einmündung Raiffeisenstraße. Viele Schulkinder seien in der Schongauer Straße unterwegs und von Rasern gefährdet. Als nachhaltige Maßnahme sollte eine Überquerungshilfe in Form eines Zebrastreifens oder einer Ampel aufgestellt werden, so die Anwohnerin.

Weil es sich um eine Kreisstraße handelt, ist die Gemeinde nicht befugt, unmittelbar Maßnahmen einzuläuten, erklärte Bürgermeister Josef Schuster. Dennoch diskutierte der Rat mögliche Lösungen, die dem Landratsamt vorgeschlagen werden könnten. Ob man die bestehende Geschwindigkeitsmessung am Ortseingang in der Schongauer Straße weiter nach innen verlegen könnte, schlug Richard Lang vor. Ferdinand Kirchhofer wandte ein, dass das Problem so nur verzerrt werde. Die Anschaffung eines weiteren Geräts wurde im Gremium diskutiert. Die Kosten sollen geprüft werden.

Bremsschwellen, Ampeln und Zebrastreifen in der Diskussion

Für eine bauliche Lösung sprach sich Bürgermeister Schuster aus – Bremsschwellen wie am Peitinger Hauptplatz etwa, oder teilweise Fahrbahnverengungen durch Bäume. Die Landwirtschaft wäre darüber nicht glücklich, so Lang. Außerdem entstehe Lärm, wenn Fahrzeuge über die Huckel fahren.

Auf den Vorschlag der Antragssstellerin, eine Ampel zu installieren, kam Thomas Kirchhofer zurück. Man sollte in Erfahrung bringen, wie Bernbeuren eine Ampel bekommen hat. Vor Ampel und Zebrastreifen warnte aber Gabi Höfler. Kinder würden sich komplett auf diese verlassen – im Gegensatz dazu würden zahlreiche Verkehrsteilnehmer Ampeln und Zebrastreifen aber ignorieren und einfach weiterrasen.

Fester Blitzer ist nicht möglich

Am sichersten sei ein fix aufgestellter Blitzer, so Stefan Schnack. Spreche sich herum, dass am Ortseingang geblitzt wird, sei das Raserproblem sofort erledigt. Aus Baden-Württemberg kenne man die festen Blitzer am Ortseingang, bestätigte Josef Schuster – in Bayern dürften diese aber nicht aufgestellt werden. Mit dem „Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit“ hatte man lange eine „Blitzer-Vereinbarung“, jedes Jahr aber 500 Euro draufgezahlt, so Schuster.

Susanne Berchtold schlug schon zu Beginn der Diskussion vor, Schülerlotsen an der Gefahrenstelle einzusetzen. Diese Idee fand bei vielen Räten großen Anklang, da es eine schnell umzusetzende und sichere Lösung sei. Da Schüler in der Regel zu Stoßzeiten unterwegs sind, könnten die Lotsen zu diesen Zeiten eingesetzt werden – dies würde den gesamten Verkehr beruhigen, so Berchtold. Die Idee sei gut, fand auch Peter Hofmann – „aber was ist am Nachmittag?“

Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, vorerst Schülerlotsen einzusetzen. Mit Eltern soll Kontakt aufgenommen werden. Weitere Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung sollen mit dem Landratsamt besprochen werden. Bei der Sitzung am Freitag, 26. März, steht das Thema erneut auf der Tagesordnung.

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