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Ehrung im Landratsamt . Von links Burggens zweiter Bürgermeister Albert Bißle, Sigrun Kögel, Bruno Faller, Margot Frerking-Ehlich und Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Auf dem Bild fehlt Xaver Eiband (verhindert wegen eines Kuraufenthalts). 

Ehrenzeichen des Ministerpräsideneten

Vier Burggener, die bleibende Spuren hinterlassen

Zwei Frauen und zwei Männer aus Burggen sind jetzt mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet worden, „weil sie jahrelang hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit geleistet haben“, wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß betonte. Die Geehrten sind Sigrun Kögel, Margot Frerking-Ehlich, Bruno Faller und Xaver Eiband.

Burggen – Sigrun Kögel war 16 Jahre lang Vorsitzende der Katholischen Landvolk-Frauengruppe Burggen. Sie hat sich für die Bildungs- und Aktionsarbeiten des Landvolks sowie für das christliche Miteinander im eigenen Dorf und im Umland eingesetzt. Mit vielen Aktionen wie z.B. Aktion Minibrot am Erntedanksonntag (mit dem Motto „Salz der Erde, Licht der Welt“) wurden Projekte der Partnerländer Senegal und Bukowino unterstützt. Mit anderen Aktionen wurden die sozialen Dienste der bäuerlichen Familienberatung, der Dorfhelferinnen und Betriebshelfer gefördert. „Man hat viel Zeit investiert, aber viele Freundschaften und Impulse zurückbekommen“, gab Sigrun Kögel zu verstehen.

Xaver Eiband war 32 Jahre als Pfarrgemeinderatsvorsitzender tätig. Unzählig viele Sitzungen wurden von ihm vorbereitet. Zuvor war er bereits zwölf Jahre Pfarrgemeinderatsmitglied. Er hat sich in Burggen gesellschaftlich und kommunal eingebracht. „Xaver Eiband ist eine Seele und Institution in Burggen“, bestätigte die Landrätin in ihrer Laudatio. Er engagierte sich als Nikolaus, betreute das Gemeinde-Schlachthaus und hatte den Schlüsseldienst inne, er spielt im Dorftheater mit, ist aktiv im Musik- und Trachtenverein und stellte für den Tierzuchtverband den Gemeindestier zur Verfügung. „Das Haus von Xaver Eiband war eine Anlaufstation aller Bürger in Burggen – für viele Belange“, ergänzte die Landrätin.

Wie Sigrun Kögel habe auch Eiband unendlich viele Stunden in das soziale, kulturelle und christliche Miteinander investiert und somit maßgeblich für ein lebendiges Landleben beigetragen.

Als im Rahmen der Dorferneuerung in Burggen der Arbeitskreis „Dorfgeschichte“ gegründet wurde, waren Margot Frerking-Ehlich und Bruno Faller von Anfang an dabei, und das sind mittlerweile stolze 23 Jahre. Eine der ersten Aufgaben war die Sichtung der vorhandenen Materialien. Es wurde eine große Menge Archivmaterial der Gemeinde gelesen, übersetzt und geordnet. Im November 2009 wurde eine erste Archivar-Liste an Bürgermeister Joseph Schuster überreicht.

Margot Frerking-Ehlich hat den ersten Band „Vor 100 Jahren in Burggen“ erarbeitet, Faller war nach Transkription der in deutscher Schrift verfassten Protokollbücher für die Digitalisierung zuständig. Er engagierte sich viele Jahre als Schriftführer im Fußballverein und hat anlässlich der 60-Jahr-Feier des TSV Burggen eine Chronik erstellt. Außerdem war er 28 Jahre Schriftführer im Pfarrgemeinderat.

„Mit viel Engagement und unermüdlichem Einsatz wirken Margot Frerking-Ehlich und Bruno Faller als lebendige, zuverlässige, verwurzelte Bürger in Burggen“, fasste die Landrätin zusammen. Auch sie würden wie Sigrun Kögel und Xaver Eiband bleibende Spuren hinterlassen.

Ein Dankeschön an die vier Geehrten richtete auch Burggens zweiter Bürgermeister Albert Bißle in Vertretung von Joseph Schuster: „Ohne solche Leute wären wir aufgeschmissen.“

Michael Gretschmann

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