Wer wird Burggens Bürgermeister: Richard Lang (l.) oder Josef Schuster?
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Wer wird Burggens Bürgermeister: Richard Lang (l.) oder Josef Schuster?

Wahl am Sonntag

Wer wird Burggens Bürgermeister?

  • Elena Siegl
    VonElena Siegl
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Am Sonntag fällt die Entscheidung, wie der künftige Bürgermeister von Burggen heißt. Wie im vergangenen Jahr, stellen sich erneut Richard Lang und Josef Schuster zur Wahl.

Burggen – Ausschließlich per Brief können die Burggener diesmal abstimmen, wer ihr Bürgermeister für die kommenden sechs Jahre werden soll. Nachdem die vorherige Wahl Josef Schusters von Landratsamt und Verwaltungsgericht für ungültig erklärt wurde, finden nun am Sonntag die Neuwahlen statt. Schuster probiert es erneut für die Bürgerliste Burggen, und auch der zweite Kandidat ist ein alter Bekannter: Richard Lang (Unabhängige Wählergemeinschaft Burggen) war auch schon im März 2020 angetreten. Die selbe Konstellation wie damals also.

Ist bei zwei allseits gut bekannten Kandidaten überhaupt noch Wahlkampf nötig? „Das wird sich am Sonntag zeigen“, meint Josef Schuster. Die beiden Konkurrenten haben es nach eigenen Angaben ruhig angehen lassen. „Wir sind ein Dorf, hier kennt man sich sowieso“, sagt Schuster. Bei der Bürgermeisterwahl handele es sich um eine Persönlichkeitswahl – da sei kein großer Wahlkampf nötig.

Ruhiger Wahlkampf

Zwar habe man in der Vergangenheit hin und wieder zu Diskussionen geladen, vor allem, wenn nur zwei Kandidaten antraten. Aber da habe diesmal auch die Coronakrise vieles verhindert. Die vergangenen Wochen haben Josef Schuster und Richard Lang als sehr ruhig wahrgenommen. „Das ist auch nicht verkehrt“, findet Lang.

Man habe die Bürger in einem Schreiben informiert, warum die Gemeinderäte der UWG die Wahl überhaupt angefochten hatten (wir berichteten). Ein anderes Blatt sollte die Burggener darüber informieren, „wie es jetzt in die Zukunft gehen soll“, welche Themen ihm wichtig seien, erklärt Lang auf Nachfrage der Heimatzeitung. „Jetzt soll sich einfach jeder seine Meinung bilden und eine Entscheidung treffen, wie er sie für richtig hält.“

Vor rund drei Wochen, schon bevor die Wahlunterlagen verschickt wurden, wie er betont, hat Josef Schuster zusammen mit den Gemeinderäten der Bürgerliste ebenfalls ein Informationsblatt an alle Burggener verteilt. Es gehe um Themen, die ihm wichtig sind, eine kurze Vorstellung und um den allgemeinen Ablauf der Wahl, sagt Schuster. „Wir wollten die Leute vor allem informieren, wann und wie gewählt wird. Ich denke, das muss reichen.“

So wird gewählt

Noch bis Sonntag, 11. Juli, 18 Uhr, haben die Burggener Zeit, ihre Stimme abzugeben. Coronabedingt nur per Briefwahl. Das wurde im April vom Landratsamt Weilheim-Schongau im Einvernehmen mit dem Gesundheitsamt angeordnet, erklärt Thomas Natter, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Bernbeuren, der vom Burggener Gemeinderat zum Wahlleiter bestimmt wurde.

Schon seit 20. Juni kann gewählt werden. Etwa die Hälfte der Wahlberechtigten hat das bereits getan, sagt Natter zum bisherigen Rücklauf (Stand Dienstag). Alle Stimmen werden am Sonntag ab 18 Uhr in der Turnhalle in Burggen ausgezählt. Dort wollen sowohl Richard Lang als auch Josef Schuster auf die Bekanntgabe warten.

Aufgrund der geltenden Infektionsschutzverordnung können neben dem Auszählungsteam nur 30 weitere Bürger bei der Auszählung und der vorläufigen Verkündung des Wahlergebnisses in der Halle anwesend sein, erklärt Natter auf der Webseite der Gemeinde. Das vorläufige Wahlergebnis finden Interessierte aber auch im Internet, sobald es vorliegt. Und zwar unter www.burggen.de. Thomas Natter rechnet damit, dass es gegen 18.45 Uhr veröffentlicht werden kann.

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